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Ministerin fordert Rückgaberecht für Apps

07.05.2013 | 09:46 Uhr |

Die hessische Verbraucherschutzministerin hat ein Rückgaberecht für digitale Einkäufe gefordert.

In einer Mitteilung fordert Hessens Verbraucherschutzministerin Lucia Puttrich ein Rücksenderecht für digitale Güter. Puttrich bemängelt: "Ein Rücksenderecht gibt es für jedes Kleidungsstück, eine App muss ich aber behalten, sobald ich sie heruntergeladen habe. Ob sie mir gefällt oder nicht."

Den Verbrauchern sei oft nicht bewusst, dass bisher beim Download von Apps ein Widerruf des Vertrages und eine Rückgabe nicht möglich seien. Der Verbraucher müsse aber eine Chance haben zu entscheiden, ob ihm ein Produkt gefalle oder nicht. Daher fordert die Ministerin im Vorfeld der im Mai in Bad Nauheim stattfindenden Verbraucherschutzministerkonferenz die Bundesregierung dazu auf, sich bei der Umsetzung der EU-Verbraucherrechterichtlinie in nationales Recht für einen Ausgleich für das beim Kauf digitaler Güter mit Beginn des Downloads erlöschende Widerrufsrecht einzusetzen.

Auch die Geräte-Hersteller und App-Entwickler will Puttrich in die Pflicht nehmen. "Die wesentlichen Informationen für die Nutzer und Einwilligungserklärungen müssen so gestaltet sein, dass sie auf den Endgeräten angemessen zur Kenntnis genommen werden können und der Verbraucher diesen zustimmen kann", fordert die Ministerin. Auf mobilen Geräten würden immer mehr Geschäfte abgewickelt und der Verbraucher müsse "verständliche und übersichtliche Informationen" erhalten.

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