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Mit 612 Millionen Dollar geht es für Blackberry weiter

06.03.2006 | 11:24 Uhr |

Der Hersteller des Blackberry, Research In Motion, zahlt umgerechnet über eine halbe Milliarde Euro. Aufatmen bei drei Millionen Anwendern in den USA, auch viele Politiker nutzen die mobilen E-Mail-Dienste.

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Gut drei Millionen Blackberry-Besitzer in den USA können aufatmen: Die drohende Schließung des E-Mail-Dienstes, der die Handy-Geräte für viele Manager unentbehrlich gemacht hat, ist in letzter Minute abgewendet worden. Der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) zahle zur Beilegung eines Patentstreits, den er verloren hatte, 612,5 Millionen Dollar. Der Fall, mit dem sich vergangene Woche noch ein Richter in Richmond (Virginia) befasst hatte, ist damit nach Angaben der Unternehmen vom Freitag eingestellt worden.

Sie beendeten damit einen fünfjährigen Rechtsstreit. NTP-Mitgründer Thomas Campana hatte vor Gericht erfolgreich geltend gemacht, dass RIM sein Patent auf die Übermittlung von E-Mails von Servern an Handgeräte illegal genutzt habe. Das Gericht ordnete die Einstellung des Dienstes an, setzte die Vollstreckung des Urteils aber aus, um den Unternehmen Gelegenheit für eine außergerichtliche Einigung zu geben. Das US-Patentamt erklärte die betroffenen Patente zwar inzwischen für ungültig, doch kann NTP dagegen Widerspruch einlegen.

Der Patentstreit hatte im Februar sogar die Regierung auf den Plan gerufen, die BlackBerrys seit Jahren bei Geheimdiensten und Sicherheitskräften einsetzt und um eine Unterbrechung der Dienste fürchtete. NTP willigte deshalb in eine Ausnahmegenehmigung für Regierungsangestellte ein. (dpa)

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