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Mit Kontaktlinsen den Rechner steuern

13.07.2007 | 15:31 Uhr |

In der Zukunft soll man mit Hilfe von magnetischen Kontaktlinsen den Cursor auf dem Bildschirm steuern können. Ein Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) will ein derartiges System entwickeln – gefördert vom Militär.

Der Neurowissenschaftler James DiCarlo
Vergrößern Der Neurowissenschaftler James DiCarlo
© MIT

Der Neurowissenschaftler James DiCarlo vom MIT arbeitet an magnetischen Kontaktlinsen, mit denen man die Augenbewegungen des Trägers registrieren kann. Gefördert wird das Forschungsprojekt vom amerikanischen Marineinstitut, dem Office of Naval Research, das sich militärische Anwendungen erhofft. Ein Pilot eines Kampflugzeugs soll beispielsweise in der Lage sein, allein durch seine Augenbewegungen das Computersystem zu bedienen.

Bisher verwendete Eye-Tracking-Systeme benutzen eine Kamera, die die Bewegungen registriert. Eine Software muss die Daten anschließend auswerten. Das System von DiCarlos setzt hingegen einen Metalldetektor ein, den der Soldat seitlich am Kopf trägt. Ein Sensor berechnet aus Veränderungen des magnetischen Feldes die exakten Bewegungen der Augen. Im Gegensatz zu kamerabasierten Lösungen beeinträchtigen Kopfbewegungen nicht das System.

Die Forscher sehen auch Einsatzgebiete abseits der militärischen Anwendung. Mit dem System könnten Rollstuhlfahrer per Blickrichtung steuern, meinen die Wissenschaftler vom MIT.

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