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Mit Tangerine die Musiksammlung neu entdecken

23.10.2006 | 10:00 Uhr |

Vielfältiger werden iTunes-Playlisten, wenn Tangerine sie erstellt - außerdem sollen die Lieder besser zusammenpassen. Die Software hört sich alle Titel der Musikbibliothek an und bestimmt anhand der Beats pro Minute (BMP) ihre Geschwindigkeit sowie die Intensität der Taktschläge.

Mit Hilfe einer übersichtlichen Eingabemaske wählt man dann die Länge einer gewünschten Playlist aus und stellt mit Schiebereglern die gewünschte Taktanzahl und Intensität ein: Fertig ist der Mix, den Tangerine in einer attraktiven Ansicht präsentiert.

Mit Tangerine stellt die junge Softwarefirma Potion Factory ihre dritte Applikation vor, bislang befindet sie sich noch in der Betaphase. Ob man nun als DJ arbeitet, als Jogger einen gleichbleibenden Rhythmus sucht oder zuhause seine Musiksammlung besser kennen lernen will - Tangerine bringt zusammen, was zusammen gehört. Nach dem ersten Start oder nach dem Hinzufügen neuer Titel analysiert die Software erst einmal die iTunes-Musikbibliothek - allerdings erkennt sie dabei keine DRM-geschützten Titel, die man im iTunes Store gekauft hat. Je nach Größe einer Sammlung kann die Analyse etwas Zeit brauchen - laut dem Hersteller schafft die Software auf einem iMac mit Core Duo-Prozessor aber mehr als drei Titel pro Sekunde. Danach zeigt sie die iTunes-Musiksammlung in der gewohnten Listen-Ansicht an, jedes Lied hat sie um Informationen zu BPM und Taktintensität erweitert. Auf Wunsch lässt sich die Bibliothek auch nach diesen Werten sortiert anzeigen.

Finden, was zusammenpasst

Playlisten lassen sich in Tangerine zwar auch von Hand zusammenstellen, besonders schnell aber geht es mit der eingebauten Automatik. Die Software möchte nicht nur wissen, wie lange eine Playlist sein soll, wie schnell der Takt und wie hoch dessen Intensität.Für abwechslungsreiche Zusammenstellungen lassen sich auch verschiedene Muster wählen, nach denen die Applikation Titel hintereinander platziert. Zusätzlich kann sie darauf achten, dass sie Titel mit gleichem Namen nicht zweimal in eine Wiedergabeliste aufnimmt und die mit höherer Wertung bevorzugt behandelt.

In iTunes speichern

Die fertige Wiedergabeliste zeigt Tangerine mit den Covern in einer Zeitleiste an, dort kann man auf Wunsch auch noch selbst Hand anlegen und einzelne Titel hinzufügen, verschieben und löschen. Gespeichert wird ein Mix per Knopfdruck in iTunes - dort kann man ihn auch jederzeit anhören, ohne Tangerine wieder öffnen zu müssen.

beaTunes, der Konkurrent

Potion Factorys Idee ist nicht neu. Ähnliche Funktionen bietet die Software beaTunes , die schon seit einigen Monaten auf dem Markt ist. Während beaTunes mehr Einstellungsmöglichkeiten und bei der Analyse von Titeln auch Tongeschlecht und Instrumentalisierung einbeziehen will, braucht Tangerine zum "Anhören" der Titel deutlich weniger Zeit. beaTunes schreibt die BPMs auch in die Tags jedes Titels und hilft beim Suchen falscher Informationen in der Musikbibliothek, Tangerine kann das (zumindest in der vorliegenden Betaversion) noch nicht, bietet dafür aber die attraktivere Oberfläche. In Zukunft werden sich die zwei Bewerber miteinander messen müssen und sich in kommenden Versionen weiter voneinander abzusetzen versuchen. beaTunes kostet 19,95 US-Dollar, Tangerine ist während der Betaphase noch kostenlos und als Download 1,4 Megabyte groß.

Info: Tangerine

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