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Mit "Uru Live" dürfen Myst-Fans endlich online spielen

21.03.2007 | 12:20 Uhr |

Nach langem Hin und Her gibt es jetzt endlich dauerhaft eine Online-Version des Adventure-Klassikers Myst. Seit gestern dürfen auch Mac-Spieler in Myst Online: Uru Live die Fantasiewelt mit eigenen Avataren erforschen. Voraussetzung ist allerdings ein Mac mit Intel-Prozessor und ATI- oder NVidia-Grafikkarte.

Avatare erforschen die Welt der D'ni

In Uru Live taucht der Spieler in eine Echtzeit-3D-Welt ein, die gerade eine Art Renaissance erlebt ( wir berichteten ): Die einzelnen Avatare sind beauftragt, die Überbleibsel der unterirdischen Zivilisation der D'ni zu erforschen. Die D'ni waren eine außerirdische Kultur, welche die Verbindungsbücher, die das Reisen in fremde Welten möglich machen, auf die Erde gebracht haben - Fans der früheren Myst-Teile dürften sich erinnern. Die Besonderheit der Online-Welt soll sein, dass die Story nicht vorherbestimmt ist: Die Spieler schreiben sie vielmehr selbst, und für jeden Tag verspricht Cyan neue Elemente in der Fantasiewelt.  

Langer Weg zum Online-Myst

Der Weg bis Uru Live war lang [ Wikipedia-Artikel ]: Ursprünglich hatte der Entwickler schon kurz nach der Veröffentlichung des Myst-Sequels Riven vor rund zehn Jahren an dem Projekt gearbeitet. Den Online-Modus "Uru Live" integrierte Cyan dann als Open Beta in das Offline-Adventure "URU: Ages Beyond Myst", stellte das Projekt aber im Februar 2004, wenige Wochen nach der Veröffentlichung, wieder ein. Die Online-Inhalte durften Spieler später wenigstens in den Expansion-Packs "To D'ni" und "The Path of the Shell" erforschen - allerdings ebenfalls ohne Internet-Verbindung. Im August 2004 veröffentlichte Cyan mit "Until Uru" doch noch eine Online-Anbindung, die aber ohne neue Inhalte auskommen musste und dessen Server die Spieler selbst zu betreiben hatten. Mac-Spieler bekamen von all dem nichts mit: Die Havok-Engine, auf der das erste URU basierte, gab es nicht als Mac-Version.  

Intel Macs only

Erst Apples Wechsel zu Intel-Prozessoren sorgte dafür, dass die Wiedergeburt von URU auch auf dem Mac stattfinden konnte. Die Entwickler nutzen die Transgaming-Technologie "Cider" ), die Windows-Spiele ohne eine eigentliche Portierung zu Mac OS X in Apples Betriebssystem zum Leben erweckt ( wir berichteten ). Damit bleiben Nutzer eines PowerPC-Macs zwar außen vor, auf Intel-Macs ist aber immerhin keine Windows-Installation nötig. Wer also einen Core-Duo-Mac mit entsprechender Grafikhardware (Intels integrierter Grafikchip reicht nicht aus!) sein Eigen nennt, darf seit gestern die Welt der D'ni erkunden. Als "Besucher" ist das nach dem Gratis-Download des Spiels sogar kostenlos möglich, wirkliche Entdecker müssen allerdings eine Gebühr über 12,95 US-Dollar pro Monat bezahlen.

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