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Mit neuem Napster kein Musikbrennen auf CD

12.04.2001 | 00:00 Uhr |

Mit dem neuen kostenpflichtigen Napster-Modell der
Bertelsmann E-Commerce Group (BECG) können die Nutzer keine Musik
mehr auf CDs brennen.

Die Benutzer könnten lediglich die Titel auf ihren PC
herunterladen, sagte BECG-Sprecher Frank Sarfeld in einem am
Donnerstag im Internet-Magazin ZDF.MSNBC veröffentlichten Interview.

«In dem bisherigen Preismodell ist es nicht vorgesehen, dass sie
sich Musik auf CD brennen können. Ganz einfach aus dem Grund, dass
dann wieder das Copyright-Problem da wäre.» Wenn Brennen möglich sei,
könnte die Musik weitergegeben werden, sagte Sarfeld.

Zudem glaubt Sarfeld, dass künftig auf allen Internet-
Musikplattformen die Musik aller Major-Labels zugänglich sei. Jeder
werde jeden lizenzieren: jeder werde das komplette Musik-Angebot
haben können. «Wenn Sie sich die Äußerungen des Chefs von Universal
Vivendi in den letzten Tagen einmal angeschaut haben, wo er ganz klar
gesagt hat, Napster wird von uns lizenziert werden, dann bin ich mir
ziemlich sicher, dass das sehr bald geschehen wird.»

In der vorigen Woche schlossen die Medien-Giganten Allianzen für
den Internet-Musikmarkt: Warner Music, Bertelsmann Music Group (BMG)
und EMI taten sich zusammen. Auf der anderen Seite stehen Sony Music
und Vivendi Universal. Beide Lager wollen Vertriebskanäle im Internet
aufbauen. Um die klassische US-Musiktauschbörse Napster läuft zurzeit
in Amerika ein juristische Auseinandersetzung um Urheberrechte. Ab 1.
Juli wollen die Partner Bertelsmann und Napster ein
gebührenpflichtiges Modell der Tauschbörse einführen. dpa

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