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Mobilcom-Gründer stellt Insolvenzantrag

17.02.2003 | 10:36 Uhr |

Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid hat am vergangenen Freitag ein Insolvenzverfahren über sein privates Vermögen beantragt. Der Grund sei eine drohende Zahlungsunfähigkeit bei einem sich weiter fortsetzenden Wertverfall seiner Mobilcom-Aktien, teilte Schmids Agentur am Montag in Frankfurt mit. Betroffen seien neben den Aktien auch weitere private Vermögenswerte wie Immobilien. Das Amtsgericht Flensburg habe den Hamburger Wirtschaftsprüfer Otto Gellert zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Schmid und die Firma seiner Ehefrau halten gemeinsam rund 42 Prozent der Mobilcom-Anteile. Die Aktien haben in den vergangenen Monaten und Jahren stark an Wert verloren, weil das Unternehmen nur knapp einer Insolvenz entgangen war. Das Aktienpaket wird gegenwärtig von Helmut Thoma treuhänderisch verwaltet. Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt gegen Schmid wegen des Verdachts der Untreue zum Nachteil Mobilcoms.

Bei einem umstrittenen Aktiengeschäft sind mehr als 70 Millionen Euro an die Firma seiner Frau geflossen, die Schmid bislang nicht zurückgezahlt hat. In Medienberichten hatte es geheißen, Schmid sei mit rund 300 Millionen Euro verschuldet, ohne dass es dafür eine Bestätigung gibt. Ein großes Bauprojekt Schmids in Kiel liegt auf Eis. dpa

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