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Mobilcom-Gründer unterliegt gegen France Telecom

01.08.2002 | 11:30 Uhr |

Hamburg/Frankfurt (dpa) - MobilCom-Gründer Gerhard Schmid muss im Preispoker für seine Aktien ein Niederlage einstecken. Nach dem deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) braucht Großaktionär France Télécom den Aktionären kein Pflichtangebot vorzulegen. Das entschied die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) am Donnerstag in Frankfurt. Es wäre erst dann abzugeben, wenn France Télécom S.A. 30 Prozent der Stimmrechte unmittelbar hält und damit die alleinige Kontrolle über das Unternehmen erlangt. Die Franzosen sind an der Büdeldorfer MobilCom AG mit 28,5 Prozent beteiligt. Schmid pocht dagegen auf eine Übernahmeofferte und reichte ein Gutachten bei der Bundesanstalt ein. Die Aktien der MobilCom AG reagierten auf die Entscheidung mit einem Kurseinbruch. Das Wert des am Neuen Markt notierten Papiers gab am Vormittag um 8,02 Prozent auf 7,45 Euro nach. Zeitweilig verlor der Titel rund 20 Prozent. Nach Einschätzung Frankfurter Aktien- Händler kommt die Entscheidung dem französischen Konzern entgegen, der nach Markteinschätzung auf einen günstigen Kurs für die Preisverhandlungen mit Schmid hoffte. Er hält noch rund 40 Prozent der Anteile. dpa

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