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MWC: Web-Apps vs. native Apps

29.02.2012 | 10:55 Uhr |

Ein immer wiederkehrendes Thema hat auch auf der MWC seine Interessenten gefunden: Der Gegensatz von nativen Apps und Web-Apps auf Basis von HTML 5.

Soundtisch_bei_Intel
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Die Panels mit dem Thema HTML 5 waren durchaus gut besucht. Beide Seiten konnten Ihre Argumente vorbringen, zu einem abschließenden Fazit wollten oder konnten die CTOs oder Directors for Mobile nicht kommen. Es gab dennoch eine interessante Erfolgsgeschichte: Die Financial Times hat ihre native App aus dem App Store zurückgezogen und hat eine Web-App in HTML 5 entwickeln lassen. Nach eigener Aussage ist diese nun aus finanzieller Sicht erfolgreicher als die vorherige native App. Als Grund diesen Schritt zu gehen, gab Rob Grimshaw an, nicht mehr die 30 Prozent Umsatzbeteiligung an Apple abgeben zu wollen. Auch die Abgabe der Kundendaten an Apple wollte die Financial nicht mehr hinnehmen.

Damit hat Grimshaw auch zwei der Hauptargumente für die Entwicklung von Web-Apps dargestellt. Dem gegenüber stehen die Verfechter der nativen Apps. Argumente wie Offline-Nutzung, schnelleres und besseres User-Interface, sowie das Fehlen eines erfolgreichen App Stores für Web-Apps sind bei heutigem Stand der Technik auch nicht von der Hand zu weisen.

Schlussendlich entscheiden die Inhalte-Anbieter selber, welche der vielen Argumente sie mehr Gewicht beimessen wollen. Momentan haben die nativen Apps noch die Vorherrschaft, aber auch weil das Thema Web-Apps immer wieder und fortwährend diskutiert wird, sollten Inhalte-Anbieter sich auch immer wieder aufs Neue dieser Diskussion stellen.

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