Mobiles Internet etabliert
Top-10 der Handy-Funktionen: SMS ist Spitze
Nach Angaben des Branchenverbandes BITKOM versenden drei Viertel der Handy-Nutzer Kurznachrichten. Bereits vier Millionen Anwender nutzen das Mobiltelefon als Navigationsgerät.
Immerhin ein Fünftel der Handy-Besitzer gibt an, gar keine Zusatzfunktionen zu nutzen und einfach nur zu telefonieren. Es seien allerdings eher die älteren Anwender, die auf andere Funktionalitäten verzichten. Dies habe eine aktuelle Umfrage der Forsa im Auftrag des BITKOM ergeben. Demnach verschicken drei Viertel aller Besitzer eines Mobiltelefons regelmäßig Textnachrichten. Die Hälfte der Befragten (1000 Personen ab 14 Jahren) macht von der integrierten Handy-Kamera Gebrauch oder nimmt Videos auf. Die Organisation von Kontakten oder Terminen sei gleichfalls beliebt, ein Drittel nutzt die entsprechenden Funktionen.
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Das Apple iPhone 4 ist der direkte Nachfolger des iPhone 3GS. Die offensichtlichste Änderung hat das Gehäuse erfahren, das sich im Aussehen und der Verarbeitung deutlich vom Vorgänger unterscheidet. Das Display arbeitet nun auf Basis der IPS-Technologie, die bereits auf dem iPad durch seine Blickwinkelstabilität sowie den hohen Kontrast Aufsehen erregte. Auch das Kamerasystem wurde überarbeitet. Auf der Rückseite ist nun eine 5-Megapixel-Kamera verbaut, die Videos in 720p aufzeichnet und bei Dunkelheit von einem LED-Blitzlicht unterstützt wird. Die Kamera auf der iPhone-Front wird für Videoanrufe genutzt, die jedoch nur aus einem WLAN heraus getätigt werden können. Knackpunkt: Den Exklusivvertrieb für Deutschland übernimmt erneut die Telekom.
Das iPhone 3G S bringt viele Detail-Verbesserungen. Der größte Pluspunkt ist die höhere Geschwindigkeit. Programme starten jetzt beispielsweise deutlich schneller. Nutzer, die wenig mit aufwändigen Programmen oder großen Dateien arbeiten, werden die Leistung nur beim Surfen positiv bemerken. Die neuen Funktionen wie die Videokamera oder der Kompass sind nette Extras, für Besitzer eines iPhone 3G jedoch kein zwingender Kaufgrund. Die Sprachsteuerung zeigt sich in der Praxis weniger ausgereift als erwartet. Oft versteht sie den Nutzer nicht und reagiert mit einem Fehler oder gar einer völlig falschen Aktion. Spricht man über ein Headset mit Mikrofon, verbessert sich dies jedoch deutlich.
Das Samsung Wave S8500 lässt sich sehr gut und flott bedienen. Dafür sorgen ein 1-GHz-Prozessor und das kapazitive 3,3-Zoll-Display mit hochgradig individualisierbarer Touch-Wiz-Oberfläche. Außerdem bietet das Smartphone schon Bluetooth 3.0 für eine extrem flotte Datenübertragung und WLAN-n zusätzlich zu den bisherigen Standards -b und -g. Bei HSDPA hinkt es jedoch mit maximalen Übertragungsraten von bis zu 3,6 MBit/s dem technisch Möglichen etwas hinterher. Das Super-AMOLED-Display überzeugt durch gestochen scharfe Darstellung mit satten Farben. Die Kamera macht knackscharfe Videos und bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten für Portraits und Landschaftsaufnahmen.
Das Samsung Galaxy S I9000 kommt mit Android 2.1 und einem schnellen 1-GHz-Prozessor. Das 4 Zoll (10,2 cm) große AMOLED-Display bietet eine Auflösung von 800x480 Pixel und ist Multitouch-fähig. Das Smartphone ist 9,9 Millimeter dick und wiegt 118 Gramm. Neben der 5 Megapixel-Kamera, die es ermöglicht HD-Videos aufzunehmen, verfügt das Smartphone über eine zusätzliche Kamera für Videotelefonie oberhalb des Displays. Insgesamt überzeugt das Samsung Galaxy S I9000 durch hohen Performance und stimmiges Bedienkonzept. Das Handy zeigt keine nennenswerten Schwächen. Zu bemängeln ist lediglich der Verzicht auf ein LED-Licht für die Kamera.
HTC Desire und Google Nexus sind nahezu baugleich. Allerdings glänzt das HTC-Smartphone durch ein gelungenes Bedienkonzept und intuitive Bedienung. Unter den Android-Geräten ist das HTC-Gerät daher der Maßstab. Jedoch krankt das Gerät am selben Problem seiner Smartphone-Brüder: die Akku-Laufzeit. HTC spendiert dem Desire zwar einen kräftigen 1400-mAh-Akku, jedoch hält das Gerät dennoch bei intensiver Benutzung nur einen Tag durch. Durch die Möglichkeit einen Ersatzakku einzusetzen lässt sich dieses Problem jedoch entschärfen.
Das HTC HD2 ist ein qualitativ hochwertiges Smartphone. Die Hardware ist durchdacht, leistungsfähig und stellt auch ein iPhone 3GS in den Schatten. HTC nutzt das antiquierte Windows Mobile 6.5 und versteckt dessen Unzulänglichkeiten unter der gelungen Eigenentwicklung HTC Sense UI . Das ändert aber nichts daran, dass die Bedienung in vielen Belangen gegenüber Android-Smartphones und dem iPhone zurückliegt. Unter den Windows-Mobile-Smartphone ist das HD2 jedoch derzeit die Empfehlung.
Mit dem Blackberry Storm2 unterzieht RIM die Storm-Serie einer ersten Überarbeitung und bessert viele der am Vorgänger kritisierten Punkte aus. So verfügt das Storm2 nun über die Möglichkeit auf WLAN-Netzwerke zuzugreifen die nach dem Standard 802.11b/g funktionieren. Das Display wurde ebenfalls überarbeitet: RIM stattet das Storm2 mit einem neuartigen Touchscreen mit fühlbarem Tasten-Feedback aus. Somit soll das Schreiben von Texten beschleunigt werden und sich die Treffsicherheit beim Tippen verbessern. Um einen echten Ersatz für eine Hardware-Tastatur handelt es sich jedoch nicht – dafür arbeitet die neue Technik nicht präzise genug.
Nachdem sich scheinbar viele Hersteller nur noch dazu aufraffen, das iPhone mit mehr oder weniger Tasten nachzubauen, ist der BlackBerry Pearl 3G eine angenehme Abwechslung. Trotz der geringen Abmessungen steckt im Smartphone ein kompletter BlackBerry – der noch dazu mit Design und zahlreichen Features im Inneren überzeugen kann. Das Smartphone ist vor allem für Anwender gedacht, die unterwegs mehr E-Mails empfangen als selbst versenden. Mit der SureType-Funktion und dem neuen Keyboard kann man zwar mit einiger Übung recht gut tippen, längere Mails lassen sich aber dennoch deutlich besser mit der Volltastatur des Curve oder des Bold schreiben.
Das Xperia X10 von Sony Ericsson ist das erste Android-Mobiltelefon des japanisch-schwedischen Mischkonzerns. Zu den Stärken gehören die 1-GHz-CPU, das große 4-Zoll-Display mit hoher Auflösung und die Kamera mit 8,1 Megapixel und LED-Blitz. Kontakte, Aktivitäts- und Verlaufshistorien fasst die Timespace-Funktion zusammen und präsentiert sie in einem Zeitstrahl mit umfangreichen Sortierfunktionen. Schwach: Das Xperia X10 ist standardmäßig nur mit Android 1.6 ausgestattet, die Entwicklung der Android-Plattform ist jedoch bereits deutlich weiter.
Beim Nokia E72 handelt es sich um ein Business-Smartphone mit QWERTZ-Tastatur, das in direkter Konkurrenz zu den Blackberry -Geräten von Rim steht. Nokia stattet das Gerät von Haus aus umfangreich aus: GPS, HSPA, eine kostenlose Navigationssoftware sowie die umfangreiche mobile Office-Software gehören zur Standardausstattung. Das Betriebssystem und die Tastatur sind die zwei Schwachpunkte des E72. Symbian S60 wirkt im Vergleich zu den modernen Betriebssystemen wie Android und dem iPhone OS altbacken und unübersichtlich, die Tasten der Tastatur sind zu klein und zu dicht gepackt.
Jeder Fünfte hört mit dem Handy Musik, 17 Prozent versenden Multimedia-Nachrichten und 16 Prozent spielen mit dem Handy. Laut Umfrage verwenden bereits vier Millionen Anwender ihr Telefon als Navigationsgerät. Den Durchbruch im Massenmarkt habe die Internetfunktionalität moderner Mobiltelefone geschafft. Aktuell würden dies bereits 10 Millionen Anwender nutzen (siehe auch Internet per Mobiltelefon erreicht Massenmarkt). Dies würde 17 Prozent aller Handy-Besitzer entsprechen. (mje)





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