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Mobilfunk-Discounter setzen auf Wachstum

22.05.2006 | 10:50 Uhr |

Ist billig ein Argument für Handynutzer? Der Chef des Mobilfunk-Discounters Simyo, Rolf Hagen, zumindest glaubt an ein Wachstum des deutschen Discounter-Marktes.

Mobilfunk-Discounter setzen auf Wachstum
Vergrößern Mobilfunk-Discounter setzen auf Wachstum

Rolf Hansen, der Chef des Mobilfunk-Discounters simyo, rechnet mit einem weiteren Wachstum des Discount-Marktes. Umfragen hätten gezeigt, dass 38% aller Deutschen sich grundsätzlich vorstellen könnten, zu einem Discounter zu wechseln. "Sie warten nur darauf, dass ihr Vertrag ausläuft", sagte Hansen in einem Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel". Bis zum Jahresende erwartet er den Wechsel von 3,5 bis 5 Millionen Kunden zu den Billig-Anbietern. Auf längere Sicht sieht er das Marktpotential sogar bei 10 bis 15 Millionen Teilnehmern.

Inzwischen hat jeder große Netzbetreiber in Deutschland einen oder mehrere Discount-Anbieter als Partner. Trotzdem sieht der Simyo-Chef auf dem Markt noch Platz für Wettbewerber: "Es können noch einige Unternehmen, die etablierte Vertriebsorganisationen haben, in den Markt einsteigen." In seinem ureigenen Geschäft, dem alleinigen Vertrieb über das Internet, sieht er für weitere Anbieter aber keine Chancen mehr.

Seit simyo vor rund einem Jahr mit einem Einheitspreis von 19 Cent in die Offensive ging, sind die Gebühren für Handy-Gespräche kontinuierlich gesunken. Heute liegen die Minutenpreise schon bei 14 Cent, und das ohne Grundgebühr oder Mindestumsatz. Innerhalb des eigenen Netzes locken die Discounter sogar mit noch niedrigeren Gebühren. Viel tiefer werden die Preise erstmal jedoch nicht sinken. Grund seien die Einkaufskonditionen der Netzbetreiber, so Hansen.

Es gibt jedoch noch Spielraum für die Preisgestaltung. So wurde erst kürzlich Simply , ein Anbieter, der Prepaid- und Postpaid-Verträge im Netz von T-Mobile anbietet, zum wiederholten Mal als günstigster Anbieter im Bereich Prepaid gekürt. Sollte es tatsächlich zu einer gesetzlichen Regulierung der Überleitungsentgelte kommen, könnten sogar Preise von 10 Cent pro Minute möglich werden.

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