Mobilfunk und Internettelefonie wachsen zusammen
Eigentlich haben die Mobilfunk-Provider genau vor diesem Szenario Angst: Kunden wickeln per UMTS-Datenverbindung ihre Mobilfunkgespräche ab – und schlagen so den relativ teuren Sprachtarifen ein Schnippchen. Nicht umsonst steht im Kleingedruckten der Provider, dass Voice-over-IP-Verbindungen nur in einem gewissen Zeitrahmen geduldet oder ganz gesperrt werden. E-Plus macht jetzt den Bock zum Gärtner und kooperiert mit Skype, einem auch auf der Mac-Plattform bekannten und beliebten VoIP-Anbieter.
Bis Ende des Jahres gewährt E-Plus seinen Daten-Flaterate-Kunden freien Zugang zum Skype-Dienst und stellt die (kostenlose) Software sowie ein Headset bereit. Auf diese Weise will der Provider, dessen Daten-Flatrate monatlich knapp 40 Euro kostet, in großem Stil Erfahrungen mit IP-basierenden Telefonieanwendungen sammeln. Wer von Skype zu Skype (ähnlich den Audio-Verbindungen bei iChat) telefoniert, redet grundsätzlich umsonst, übergibt Skype ein Gespräch ins Fest- oder Mobilfunknetz, so berechnet der Anbieter seine Leistung. Gerade bei vielen Auslandsgesprächen kann sich dies rechnen.
Im Gegensatz zu anderen Anbietern wie Nikotel benutzt Skype nicht das offene SIP-Protokoll, sondern hat dafür ein eigenes Verfahren entwickelt. Auch dies dürfte es E-Plus leichter gemacht haben, mit diesem Anbieter von Internet-Telefonie zusammenzuarbeiten.





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