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Mobilfunknetze könnten heimischen Breitbandzugang ablösen

13.06.2008 | 10:03 Uhr |

Experten sagen voraus, dass das Mobilfunknetzwerk bis in zwei Jahren den Breitband-Internetzugang für die Einwahl ins Internet ablösen könnte. Die steigenden Verkaufszahlen von Laptops, die sich über eine Mobilfunkverbindung des Nutzers ins Internet einwählen, die starke Verbreitung von Mobilfunknetzen und die zunehmend niedrigen Gebühren könnten schon bald den Siegeszug der mobilen Variante einläuten.

Bereits eine von zehn Personen verbindet sich regelmäßig über das Handynetz mit dem Internet, obwohl die entsprechenden Dienste noch nicht einmal seit einem Jahr angeboten werden, so der Britische Marktforscher YouGov . Dieser Trend sei so bedeutend wie der Umstieg von Heim- auf mobile Telefone in den 90er Jahren, wie verschiedene Internet-Dienste für Preisvergleiche im Mobilfunkbereich bestätigten. Die YouGov-Studie ergab, dass vor allem Schüler und andere "mobile" Nutzer das Handynetz zum Einwählen verwenden. Seit Ende letzten Jahres seien die Preise für Mobilfunkdienste um bis zu 50 Prozent gesunken. 40 Prozent aller Internetnutzer seien bereits im Besitz eines Laptops, so Ian Fogg, Analyst bei Jupiter Research. Für Nutzer, die häufig Videos streamen oder auf großen Datenverkehr angeweisen sind, sei die heimische Variante über Kabel immer noch die bessere Lösung. Für die meisten Anwender allerdings, die Fotos versenden oder soziale Netzwerke und Instant-Messaging-Dienste nutzen wollen, sei das Mobilfunknetz als Internetzugang eine zukunftsfähige Lösung.

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