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Microsoft bringt Computer-Tisch 'Surface' auf den Markt

03.04.2008 | 11:23 Uhr

Microsoft bringt nach jahrelanger Entwicklung seinen Computer-Tisch "Surface" auf den Markt. Der größte amerikanische Telekom-Konzern AT&T will die "Möbelstücke", deren Tischplatte ein berührungsempfindlicher Monitor ist, vom 17. April an in ausgewählten Filialen unter anderem in New York und San Francisco aufstellen.

Zum Beispiel können die Kunden dann die technischen Details der AT&T-Handys sehen, wenn sie die Geräte einfach auf die "Surface"-Oberfläche legen, berichtete Microsoft am Mittwoch. Mit der berührungsempfindlichen Oberfläche können zum Beispiel Straßenkarten angesehen oder verschoben werden. Nach einer Testphase soll über den Einsatz in weiteren Filialen entschieden werden.

Früheren Angaben zufolge will auch der Konkurrent T-Mobile USA die Computer-Tische in seinen Läden einsetzen. Als weitere Kunden hat Microsoft zunächst Kasinos und Hotels im Blick. Der Windows-Konzern hofft allerdings auch, mit der Zeit bedienerfreundliche Anwendungen für Privathaushalte zu entwickeln.

Windows-Möbel: Surface erkennt darauf abgelegte Gegenstände über eingebaute Kameras und kann dann entsprechende Informationen präsentieren.
Vergrößern Windows-Möbel: Surface erkennt darauf abgelegte Gegenstände über eingebaute Kameras und kann dann entsprechende Informationen präsentieren.

Der "Surface"-Tisch ist mit Sensoren, fünf Kameras sowie drahtlosen Bluetooth und Wifi-Verbindungen ausgestattet. So lässt sich beispielsweise ein Foto aus einer Datei mit Handbewegungen verschieben oder mit Hilfe einer virtuellen Werkzeugleiste bearbeiten. Der berührungsempfindliche Bildschirm (Touchscreen) in der Tischplatte hat eine Diagonale von 30 Zoll (gut 76 cm). Betriebssystem ist Microsofts Windows Vista mit zusätzlicher Software. Microsoft brachte "Surface" auch zur diesjährigen Computermesse CeBIT in Hannover mit.

Auch andere Hersteller arbeiten an ähnlichen Geräten. So zeigte der niederländische Elektronikkonzern Philips 2006 einen Prototypen auf der Funkausstellung IFA in Berlin. (dpa/ala)

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