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Montage und Fotoretusche in Photoshop CS

27.07.2004 | 12:14 Uhr |

Nicht zuletzt für die perfekte digitale Fotomontage muss man den Farbeindruck von Bildern sehr oft nachbessern.

Vollautomatik Das Ausgangsbild (rechts) wurde einmal mit der Funktion 'Auto-Tonwertkorrektur' (das Ergebnis sieht man unten links) und einmal mit 'Auto-Farbe' (unten rechts) behandelt.
Vergrößern Vollautomatik Das Ausgangsbild (rechts) wurde einmal mit der Funktion 'Auto-Tonwertkorrektur' (das Ergebnis sieht man unten links) und einmal mit 'Auto-Farbe' (unten rechts) behandelt.
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KONTRASTE, AUSLEUCHTUNG UND FARBSTICHE KORRIGIEREN: Nicht zuletzt für die perfekte digitale Fotomontage muss man den Farbeindruck von Bildern sehr oft nachbessern. Photoshop CS kann in diesem Bereich besonders stark mit neuen Funktionen punkten.

Von Filipe Pereira Martins und Anna Kobylinska

Photoshop kann und soll nicht den Fotografen ersetzen. Geht es aber an Montage und Retusche, greift auch der beste Fotograf zu Hilfsmitteln. Und es gibt mindestens einen weiteren Grund, sich bei beruflichen und auch privaten Aufnahmen auf Farbkorrekturen einzulassen. Gerade einmalige Ereignisse liefern sehr oft die wertvollsten Aufnahmen. Ist das Bild nichts geworden, hilft oft nur nachträgliches Korrigieren. Das Beheben von Farbverfälschungen ist vielleicht die schwierigste von allen Aufgaben. Ihr Gelingen ist aber eine Voraussetzung für realistisch wirkende Fotomontagen. Soll in die Licht- und Farbumgebung eines Fotomotivs ein Objekt aus einer anderen Quelle unauffällig "hineingewebt" werden, gibt es zwei potenzielle Stolperfallen: das Freistellen und die Farbanpassung beider Motive.

FREISTELLEN

Histogramm: Photoshop verfügt in der CS-Version über eine schwebende 'Histogramm'-Palette (Menü 'Fenster > Histogramm'), in der man die Auswirkungen der Farbkorrektur in Echtzeit betrachten kann. Ein Mausklick auf das Dreieck-Symbol (rechts oben) erlaubt die Anzeige ungesicherter Änderungen.
Vergrößern Histogramm: Photoshop verfügt in der CS-Version über eine schwebende 'Histogramm'-Palette (Menü 'Fenster > Histogramm'), in der man die Auswirkungen der Farbkorrektur in Echtzeit betrachten kann. Ein Mausklick auf das Dreieck-Symbol (rechts oben) erlaubt die Anzeige ungesicherter Änderungen.
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Der Freistellen-Problematik hält Photoshop CS Freistellungswerkzeuge mit verbesserter "Eigenintelligenz" entgegen. Der Filter "Extrahieren" verfügt über zusätzliche Optionen wie "Vordergrund erzwingen" und bietet die Anzeige des freigestellten Motivs vor einem bestimmten Hintergrund. Der Filter bewährt sich besonders bei Motiven mit einer "undefinierten" Freistellungskante wie Haare, Fell oder Wolle. Bei Motiven mit eindeutigen Konturen macht das Werkzeug "Magnetisches Lasso" eine gute Figur, auch wenn man meist um eine manuelle Nachbearbeitung nicht umhinkommt. Eine andere Methode zum Freistellen von Objekten ist das Malen im Maskierungsmodus von Photoshop (das Wechseln in den Maskierungsmodus gelingt mit der Q-Taste). Malen mit Schwarz vergrößert die Maske, während Malen mit Weiß die entstehende Auswahl erweitert. Diese Methode erlaubt das Gestalten beliebiger Kanten der Maske mit scharfen Kanten oder sanften Übergängen und beliebig vielen Undo-Schritten. Allerdings ist diese Arbeitstechnik mit der Maus zugegebenermaßen kaum sinnvoll zu bewerkstelligen und auch niemandem zu empfehlen. Besitzer eines professionellen Grafiktabletts können jedoch ausgesprochen schnell das Feintuning einer Freistellung mit einem Pinsel im Maskierungsmodus vornehmen.
Tipp: Eine grobe Vorauswahl können Sie vorab sehr schnell mit dem magnetischen Lasso treffen, sodass Sie beim Umschalten in den Maskierungsmodus nur noch Details nachbearbeiten müssen.

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