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EU will von Google mehr Informationen zur Motorola-Übernahme

14.12.2011 | 07:15 Uhr |

Die EU-Kommission will von Google mehr Informationen zur geplanten Übernahme des Handy-Herstellers Motorola Mobility, das sich Google 12,5 Milliarden US-Dollar kosten lassen will.

Motorola RAZR rv3xx
Vergrößern Motorola RAZR rv3xx

Der Freigabeprozess werde solange angehalten, bis die Dokumente komplett vorlägen, erklärte eine Sprecherin dem IDG News Service. Den für den 10. Januar geplanten ersten Meilenstein könne der Freigabeprozess für die Fusion daher nicht erreichen, einen neuen Termin werden die Wettbewerbshüter nennen, sobald Google der Aufforderung nachgekommen sein wird. Welchen Inhaltes die Dokumente sein sollen, verriet die Sprecherin nicht, sie seien aber für die Bewertung der Fusion von entscheidender Bedeutung.

Google bestätigt die Anforderung und bezeichnet diese als Routineangelegenheit. Insgesamt sei man zuversichtlich, die Kommission von der Nützlichkeit der Übernahme für den Wettbewerb überzeugen zu können. Mit der EU werde man eng und vertrauensvoll weiter an dem Fall arbeiten. Im September hatte bereits das US-Justizministerium Informationen zu der Übernahme angekündigt, die Google im August bekannt gegeben hatte . Skeptiker befürchten eine Marktkonzentration und Exklusivität des Android-Handybetriebssystems für die Geräte von Motorola. Nachdem Nokia exklusiv auf Windows Phone setzen möchte und Apple iOS nicht an Dritte lizenziert, könnte es im Smartphonemarkt für weitere Hersteller schwierig sein, träten diese Befürchtungen ein. Samsung hatte auf die Gefahr bereits reagiert und seine Unterstützung von Intels Entwicklung Meego angekündigt, das nun Tizen heißt. Mit WebOS könnte im kommenden Jahr eine weitere Open-Source-Alternative bereitstehen.

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