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Motorola holt IBM-Manager

18.05.2004 | 11:28 Uhr |

Motorolas Halbleiter-Tochter Freescale hat den ehemaligen IBM-Manager Michael Mayer als CEO verpflichtet.

Mayer verfügt über 20 Jahre Berufserfahrung im Chip-Business. Ed Zander, CEO von Motorola, hält ihn für die Idealbesetzung für das junge Spin-Off, das noch in diesem Jahr an die Börse will. Bis vor kurzem war Mayer beim Konkurrenten IBM Manager der IBM Microelectronics Division und als solcher unter anderem für die Entwicklung des Power PC 970 (G5) verantwortlich. Seinen Posten als Halbleiter-Chef bei "Big Blue" hat Mayer nach schlechten Quartalsergebnissen im August letzten Jahres verloren. Die von Mayer maßgeblich vorangetriebene Umorientierung der IBM-Halbleitersparte in Richtung Dienstleistung, Auftrags-Fertigung "fremder" Chips und Lizensierung eigener Chipdesigns zeichnete sich erst später als richtige Entscheidung ab ( :Macwelt.de berichtete ).

Noch ist unklar, ob Apple in Zukunft Chips von Freescale bezieht. Da Apple den G5 nicht in absehbarer Zeit in sämtlichen Produktlinien verbaut, wird Apple auch weiterhin G4s brauchen. Nach Insiderberichten willIBM in die nächste Version des G3 (750VX, Codename "Mojave") eine Altivec-Einheit verbauen, was den Chip technisch mit einem G4 gleichsetzen würde. Andererseits hat Freescale unlängst eine Roadmap vorgestellt, die Nachfolgerchips für die 7447/57 vorsieht: Die als e600 und e700 bezeichneten Chips sollen Multi-Core-fähig und 64-Bit-geeignet sein und sollen Taktraten über 3 GHz erreichen. Diese Chips sind jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach - wie der jetzt schon vorhandene e500 - sogenannte SoC (System on a Chip), die primär für den Embedded-Markt gedacht sind und nicht für den Einsatz in Desktop/Notebook-Computern.

Info: The Register

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