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Motorola packt Nano-Röhrchen in den Monitor

09.07.2003 | 11:24 Uhr |

Motorola hat eine Flachbildschirmtechnologie auf Basis von Nano-Röhrchen entwickelt.

Entsprechende Geräte könnten nach Angaben des Herstellers wesentlich billiger produziert werden als Plasma- oder Flüssigkristallmonitore. Bei Nano-Röhrchen handelt es sich um Kohlefaser-Moleküle, die einen Strang ergeben, dessen Durchmesser rund 50.000 Mal kleiner als der eines menschlichen Haares ist. Das Material kann auf unterschiedlichste Weise eingesetzt werden. So nutzen Wissenschaftler die Röhrchen unter anderem zur Übertragung optischer Signale, zur Herstellung antibakteriell wirkender Beläge und als Basis für Stoffe, aus denen kugelfeste Westen hergestellt werden.
Die Verwendung der Komponenten mit Transistoren und Glas in einem Bildschirm ist den Motorola-Forschern zufolge nur möglich, weil es gelungen ist, die Nano-Röhrchen unter niedrigen Temperaturen zu züchten. Außerdem wurde eine Technik entwickelt, mit der sie sich exakt auf einem Trägermaterial platzieren lassen.
Eigenen Angaben zufolge verhandelt Motorola bereits mit Herstellern in Asien und Europa über die Lizenzierung der Technologie. Neben der Produktion von PC- und Notebook-Monitoren sei zum Beispiel die Fertigung kostengünstiger Fernseher möglich, die sich wie ein Bild an die Wand hängen lassen. (lex)

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