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Motorola produziert in Taiwan

18.02.1999 | 00:00 Uhr |

Gestern hat Motorola bekanntgegeben, 50 Prozent seiner Chip-Produktion künftig außer Haus geben zu wollen. Einen Löwenanteil davon wird die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company übernehmen, darunter auch die Produktion der Power-PC-Chips, Motorola will jedoch auch noch Abkommen mit anderen Chip-Herstellern schließen.

Nach Angaben der Firma sollen die teils schon etwas älteren vier Produktionsanlagen in Austin, Texas, entweder sukzessive geschlossen oder umgebaut werden. In den USA will sich das Unternehmen hauptsächlich um die Forschung und die Entwicklung neuer Chips und Produktionstechnologien widmen. Die reine Produktion könne ein externer Dienstleister in der Regel wesentlich günstiger übernehmen, begründeten Firmensprecher diesen Schritt. In wie weit die etwa 10 000 Beschäftigten bei Motorola in Austin von diesem Schritt betroffen sein werden, läßt sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Damit schließt sich Motorola dem in der Computerbranche aktuellen Trend zum Outsorcen von Produktionskapazität an. Vorher hatte etwa auch Apple in einer ähnlichen Entscheidung die Produktion seiner iMacs an die Koreanische LG Electronics herausgegeben.

Ebenfalls am Mittwoch hatte Motorola bekanntgegeben, die Führung des Unternehmens wieder zurück in die Hände der Gründerfamilie zu legen. Der bisherige Chairman Gary Tooker tritt zurück und macht den Weg frei für den bisherigen CE Christopher Galvin, einen Enkel des Firmengründers Paul Galvin. Tooker wird aber noch bis Ende des Jahres als Mitglied der Geschäftsleitung bei Motorola bleiben. mbi

Info: Motorola, Internet: www.mot.com

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