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Motorola rutscht im zweiten Quartal tief in die Verlustzone

21.07.2004 | 15:52 Uhr |

Der weitweit zweitgrößte Handy-Hersteller Motorola ist im zweiten Quartal 2004 tief in die Verlustzone gerutscht.

Der Fehlbetrag betrug 203 Millionen Dollar (163 Mio Euro) nach 119 Millionen Dollar Gewinn vor einem Jahr. Grund für das Minus seien unter anderem hohe Steueraufwendungen im Zusammenhang mit dem Börsengang der Halbleitersparte Freescale, teilte der US- Mobilfunkausrüster am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Im laufenden Quartal will Motorola wieder schwarze Zahlen schreiben.
Der Umsatz stieg in dem zum 3. Juli abgeschlossenen Quartal auf 8,70 Milliarden Dollar von 6,16 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Der Absatz von Mobiltelefonen stieg um 52 Prozent auf 24,1 Millionen. Damit verringerte Motorola etwas den Abstand zum Marktführer Nokia. Die Finnen hatten im zweiten Quartal 45,4 Millionen Handys verkauft. Der Marktanteil von Motorola sei im vergangenen Jahresviertel vor allem in Europa und Lateinamerika gestiegen, sagte Konzernchef Ed Zander.
Nach dem ersten Halbjahr übertrifft Motorola damit die Vorjahreswerte beim Umsatz um 38 Prozent mit 17,2 Milliarden Dollar und beim Gewinn um 41 Prozent mit 406 Millionen Dollar. Im ersten Quartal hatte der Konzern den Gewinn mit 609 Millionen Dollar mehr als verdreifacht.
Für das dritte Quartal rechnet die Gesellschaft mit einem Gewinnschub. Der Gewinn je Aktie soll auf 0,15 bis 0,19 US-Dollar klettern. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 0,05 Dollar je Anteilsschein, im abgelaufenen Quartal 0,09 Dollar je Aktie. Beim Umsatz rechnet Motorola mit 8,4 bis 8,8 Milliarden Dollar, was einen Zuwachs von 25 bis 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellen würde. Das Unternehmen begründete das erwartete Gewinnwachstum unter anderem mit dem Freescale-Börsengang.

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