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Motorola strukturiert um und entlässt weiter

07.01.2002 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der amerikanische TK- und Halbleiterkonzern Motorola hat heute weitere Entlassungen in seiner Halbleitersparte angekündigt: Bis Ende dieses Jahres soll rund die Hälfte der 1.500 Motorola-Beschäftigten in Hong Kong ihren Job verlieren. Diese Maßnahme stehe im Zusammenhang mit Umstrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen des Unternehmens im südostasiatischen Raum und werde vor allem den Bereich Chipfertigung betreffen, sagte eine Unternehmenssprecherin. Die Produktion werde künftig von den Standorten in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur sowie dem chinesischen Werk in Tianjin übernommen. Dort sind derzeit insgesamt 5.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Niederlassung in der ehemaligen britischen Kronkolonie solle sich dagegen künftig hauptsächlich auf Forschung und Entwicklung hochwertiger Technologieprodukte konzentrieren und werde auch weiterhin als Hauptquartier für die Region fungieren, so die Sprecherin weiter. Gleichzeitig plane der Konzern den weiteren Ausbau der Produktionsstandorte in China. Dafür seien für die kommenden fünf Jahre Investitionen in Höhe von 6,6 Milliarden Dollar geplant. (jw)

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