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Motorola übertrifft Analystenerwartungen

13.10.2003 | 16:23 Uhr |

Motorola hat im dritten Quartal 2003 die Gewinnerwartungen der Wall Street dank eines starken Handy-Geschäfts deutlich übertroffen.

Die Motorola-Aktien sind am Montag zum Handelsauftakt um 2,3 Prozent auf 14,10 Dollar gestiegen. Motorola hat im dritten Quartal seinen Gewinn leicht auf 116 Millionen Dollar (99 Mio Euro) erhöht gegenüber 111 Millionen Dollar im dritten Quartal 2002. Der Gewinn pro Aktie lag bei unverändert fünf Cent je Aktie, teilte Motorola am Montag mit. Unter Ausklammerung von Sonderfaktoren verdiente Motorola sechs (Vorjahresvergleichszeit: sechs) Cent je Aktie, während die Analysten auf dieser Basis nur mit drei Cent Gewinn pro Aktie gerechnet hatten.

Der Quartalsumsatz stieg um fünf Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar. Motorola erwartet für das Schlussquartal einen Umsatz zwischen 7,5 und 7,8 Milliarden Dollar (7,7) Milliarden Dollar. Der Gewinn soll acht bis zwölf (acht) Cent je Aktie erreichen. Motorola befindet sich bei Handys in hartem Wettbewerb mit dem Handy-Branchenführer Nokia, sowie mit Samsung, Ericsson und Siemens. Die Gesellschaft will sich von ihrer Chip-Sparte trennen. Der Bereich soll verselbstständigt und an die Motorola-Aktionäre übertragen werden. Motorola hatte auch kürzlich das geplante Ausscheiden von Konzernchef Christopher B. Galvin wegen Unstimmigkeiten mit dem Verwaltungsrat angekündigt.

Motorola-Präsident Mike Zafirovski hob den Umsatzanstieg, dem um 25 Prozent gestiegenen Auftragseingang und niedrigere Schulden hervor.

Der Neunmonatsumsatz fiel auf 19 (19,6) Milliarden Dollar. Motorola verdiente 404 Millionen Dollar gegenüber einen Verlust von 2,7 Milliarden Dollar in den ersten neun Monaten 2002. Der Gewinn pro Aktie betrug 17 Cent gegenüber roten Zahlen von 1,17 Dollar.

Motorola steigerte seinen Handy-Umsatz im dritten Quartal um acht Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Der Auftragseingang erhöhte sich um 44 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar. Motorola lieferte 20,2 Millionen Handys aus, plus 19 Prozent. Die Handy-Nachfrage erhöhte sich vor allem in Nord- und Südamerika. Der Auftragseingang legte in Europa, Asien und und Lateinamerika sehr stark zu. Die Handy-Sparte verbuchte aber wegen des schwächeren Asien-Geschäfts einen deutlichen Rückgang des operativen Quartalsgewinns auf 147 (241) Millionen Dollar. Die Halbleiter-Sparte setzte im dritten Quartal 1,2 Milliarden Dollar um, minus vier Prozent. Es gab einen operativen Verlust von 76 Millionen Dollar gegenüber einem operativen Gewinn von 13 Millionen Dollar im dritten Quartal des Vorjahres. Die Telekomsystem-Sparte verbuchte höhere Umsätze und kam wieder in die Gewinnzone. Die Regierungs- und Industriesystem-Sparte profitierte von den Maßnahemn der US-Regierung zur Erhöhung der inneren Sicherheit. Im Breitband- Kommunikationssektor gab es Rückschläge.

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