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Motorola und das iTunes-Handy

19.08.2004 | 13:08 Uhr |

Es lohnt sich die Details des Musik-Handys von Motorola zu studieren. Denn die wahren Sensationen fehlen noch.

Ende Juli hat Motorola angekündigt, dass in der ersten Hälfte des Jahres 2005 die ersten Mobiltelefone auf den Markt kommen, die Musikstücke im AAC-Format abspielen können - jenem Format, das Apple in iTunes und im Internet-Musikgeschäft iTunes Music Store verwendet.

Fest stand bisher nur, dass die Motorola-Handys auch AAC-Stücke mit Kopierschutz (aus dem iTunes Music Store) abspielen werden. Auf der Pressekonferenz sagte Ed Zander, der Chef von Motorola, aber auch, dass die Geräte voraussichtlich Platz für einige Dutzend Musikstücke bieten, was Insider als einen Hinweis auf 32 bis 64 MB Arbeitsspeicher deuten. Damit sind die Mobiltelefone auf keinen Fall ein Ersatz für den iPod oder den iPod Mini, da deren Kapazität mit mindestens 20 GB bzw. 4 GB deutlich darüber liegt. Motorola spricht deshalb in einer Pressemeldung von einer "idealen Ergänzung zu Apples iPod".

Apple wird eine eigene Version von iTunes für Mobiltelefone liefern "iTunes Mobile Music", mit der man die Songs abspielen und sich die Zusatzinformationen wie Interpret, Album, Dauer, Bitrate und Albumcover anzeigen lassen kann. Um die Daten auf das Handy zu kopieren, muss man das Telefon allerdings an einem Mac oder einem Windows-Rechner anschließen und die Musikstücke mit iTunes auf das Handy kopieren. Laut Motorola wird es dafür zwei Anschlußmöglichkeiten geben: USB oder Bluetooth. Nicht geplant aber ist, Musik direkt aus dem Internet auf das Handy zu laden - eine Variante, die viele Industriebeobachter als den nächsten großen Schritt für Motorola und Apple ansehen, vor allem angesichts der Gewinnspannen, die derzeit im Geschäft mit Klingeltönen und Handymusik zu machen sind...

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