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Mozilla Firefox stürmt die Internet Explorer-Bastion

16.09.2004 | 13:58 Uhr |

Der Open-Source-Browser Mozilla beziehungsweise sein Derivat Firefox haben in den letzten Monaten stark Boden gutgemacht, neueste Erhebungen deuten auf einen beachtlichen Exodus von Internet Explorer-Usern hin.

Einem Artikel auf C|net zufolge sind besonders drastische Veränderungen auf Seiten zu bemerken, die von Computer-Fans frequentiert werden, als Beispiel wird eine Seite angeführt, auf der die Mozilla-basierten Browser seit Januar 10 Prozent gutgemacht haben und nun bei 18 Prozent insgesamt stehen. Auch C|net selbst kann bei ihren Lesern im selben Zeitraum einen identischen Zugewinn auf ebenfalls 18 Prozent verzeichnen.
Auch die Downloads bestätigen dies, laut Mozilla Foundation wurde die Version 0.9 von Firefox bisher sechs Millionen mal heruntergeladen, was eine Verdoppelung zur Version 0.8 darstellt. Der seit Dienstag erhältliche 1.0 Preview Release erhält beste Kritiken, er wurde in nur einem Tag bereits 160.000 mal heruntergeladen.
Auch außerhalb der Geek-Nutzergruppe etablieren sich Mozilla & Co inzwischen zunehmend im Mainstream, so die Web-Statistiker von Websidestory. Hier ist der Zuwachs nicht so dramatisch, aber trotzdem beachtlich: Seit Juni 2004 wuchs der Anteil um 1,7 Prozent auf 5,2 Prozent im September, der Anteil des Internet Explorers sank ums selbe Maß auf 93,7 Prozent.
Auslöser für den Trend sind anhaltende Sicherheitslücken beim Internet Explorer, im Juni verbreitete sich ein Werbung einblendender Popup-Generator über zwei bisher unbekannte Sicherheitslücken im Internet Explorer. Im Juli :warnte die US-Behörde CERT (Computer Emergency Readiness Team) in einem öffentlichen Statement vor dem chronisch unsicheren Internet Explorer und riet zur Nutzung alternativer Browser. Seit letzter Woche treibt ein IE-Trojaner namens Bizex-E sein Unwesen ,der über eine IE-Sicherheitslücke eindringt und bei Online-Banking PINs und TANs ausliest und diese an einen (inzwischen nicht mehr erreichbaren) Server im Internet schickt. Am Dienstag wurde eine neue kritische Sicherheitslücke bei Microsofts JPEG-Implementierung bekannt, welche auch der Internet Explorer nutzt.

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