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Mozilla entdeckt das Geheimnis hinter Safaris Geschwindigkeit

29.02.2008 | 15:04 Uhr |

Tagesfrische Vorversionen von Firefox 3 sind in den letzten Wochen deutlich schneller geworden - hinter diesem Turbo Boost steckt eine kleine Einstellung in Mac OS X, die die Mozilla-Entwickler nun entdeckt haben.

Programmierer Vladimir Vukicevic beschreibt in seinem Blog die Versuche des Teams, den in Cocoa programmierten Firefox-Browsers der nächsten Generation zu einem schnelleren Seitenaufbau zu bewegen. Bei der Entwicklung seien Probleme aufgetaucht, die der Carbon-Vorgänger Firefox 2 nicht habe. Zwei Zeilen Code hätten aber schließlich den Durchbruch gebracht.

In der vierten Beta, die noch in dieser Woche erscheinen sollte, wird Firefox 3 schneller sein als jede andere Vorversion des Browsers, zumindest ab Mac-OS X 10.4.4. Ab dieser Systemversion nämlich können die Entwickler in den Einstellungsdateien von Firefox mittels Quartz Debug eine Funktion namens "Beam Sync" abschalten, die den Seitenaufbau abbremst, wie auch ein Apple-Dokument beschreibt . Aktuelle WebKit-Versionen allerdings, so stellte Vukicevic während seiner Arbeit an Firefox fest , benötigen die von ihm gefundene Lösung nicht und sind dennoch sehr schnell.

Den Grund fand der Entwickler nach einiger Suche im Code: Das Webkit, die Basis von Safari, kann auf Methoden in Mac OS X zugreifen, die bislang noch nicht dokumentiert sind. Ohne Apple vorzuwerfen, den Code böswillig zurückzuhalten, fordert er den Hersteller dennoch auf, über eine Veröffentlichung nachzudenken. Viele Entwickler, die nicht im Hause Apple arbeiten, könnten die über einhundert so genannte WK*-Methoden gut gebrauchen, meint er - auch wenn er gar nicht von allen wisse, was sie tun.

Webkit-Entwickler David Hyatt hat inzwischen auf Vukicevics Ausführungen geantwortet : Meist bestünden gute Gründe, die versteckten experimentellen Methoden nicht zu publik zu machen, denn nicht immer blieben sie auf Dauer verfügbar. Außerdem zeige Vukicevics Erfolg, dass man auch ohne sie zum Erfolg kommen könne - mit einer von Apple dokumentierten Methode.

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