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Mozilla entwickelt neuartigen Video-Codec

08.05.2013 | 09:20 Uhr |

Entwickler von Mozilla und dem Unternehmen Otoy haben einen neuen Video-Codec entwickelt, der komplett in JavaScript und WebGL programmiert wurde. Der neue Codec soll Browser-Plugins für das Abspielen von Videos überflüssig machen.

Der von Mozilla- und Otoy-Programmierern entwickelte neue Video-Codec trägt den Namen ORBX.js. Er bietet eine Unterstützung für eine Wasserzeichen-Technologie und soll den Einsatz von DRM überflüssig machen. Während die Anwender davon profitieren, dass für das Abspielen von Videos keine Plugins mehr notwendig sind, soll der Einsatz von ORBX.js auch Vorteile für die Anbieter von Videos bieten. So müssen diese sich nicht mehr um die Formatierung ihrer Videos in ein Format wie H.264 oder VP8 (Google) kümmern.

"Das bedeutet, Videos können komplett in Javascript verarbeitet werden und es ist nicht erforderlich, dass der eine oder andere Codec unterstützt wird. Das ist ein großer Schritt in Richtung offenes Web", so Otoy-Chef Jules Urbach. Mozilla setzt sich für offene Browser-Technologien ein. Laut einem Blog-Eintrag vom Mozilla-Gründer Brendan Eich bietet ORBX.js eine um 25 Prozent bessere Kompression als H.264, für dessen kommerzielle Nutzung Lizenzkosten anfallen.

ORBX.js ist auch in der Lage, Live-Video-Streams zu verarbeiten. Außerdem kann der Codec auch zur Virtualisierung von Applikationen genutzt werden, die für Windows, Linux oder Mac entwickelt wurden, um sie dann per Streaming auf einem HTML5-fähigen Browser oder einem mobilen Gerät zu nutzen. In diesem Video wird beispielsweise die Nutzung von Valves Steam für Windows und Steam-Spielen auf einem Mac-Rechner via HTML5-Browser demonstriert. Weitere Beispielvideos finden Sie in diesem Blog-Eintrag von Mozilla.

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