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Mr. Xpress verlässt Quark

27.10.2000 | 00:00 Uhr |

Tim Gill, der Erfinder des Layotprogramms Xpress und Mitbegründer der Firma Quark hat das Unternehmen verlassen. Nach Informationen der "Denver Post" ist Fred Ebrahimi nun alleiniger Eigentümer des Unternehmens.

Tim Gill hat sich vergangenen Dienstag mit einer E-Mail von seinen Mitarbeitern und seiner Firma verabschiedet. Der Mann, der vielen als "Vater des DTP" galt, hatte 1981 mit 2000 US-Dollar von seinen Eltern Quark gegründet und zu einem der erfolgreichsten Software-Unternehmen weltweit gemacht. Mit der Entwicklung des Programms Xpress setzte er einen Meilenstein in der PC-Geschichte. Fred Ebrahimi, der sich 1986 mit einer Investition von 100 000 US-Dollar bei Gill einkaufte und seitdem die Softwareschmiede gemeinsam mit Gill besaß und führte, kümmerte sich um Management und Finanzen. Gill leitete die Entwicklung der Software und war das so genannte öffentliche Gesicht hinter Xpress. Er galt zumindest in den USA als eine der Schlüsselfiguren der Softwareindustrie. Dies dokumentierte auch der gemeinsame Auftritt mit Steve Jobs, John Warnock (Adobe) und Bud Colligan (Macromedia)1997 bei der Seybold Conference in San Francicso. Insider hatten schon länger mit einem Rückzug Gills gerechnet, da sich dieser im vergangenen Jahr mehr und mehr aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hatte. Den Erlös aus dem Verkauf seiner "Quark-Hälfte" und seine Energie will Gill in seine 1994 gegründete Gill-Foundation stecken, die sich unter anderem für die Rechte Homosexueller einsetzt. Nach einem Bericht der "Denver Post" hat Fred Ebrahimi die Anteile von Tim Gill gekauft und wäre damit Alleineigentümer von Quark. Quark erzielt nach Schätzungen einen Jahresumsatz von 500 Millionen US-Dollar und beschäftigt weltweit etwa 700 Mitarbeiter

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