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Müller vs. Meiners: Jein - und andere klare Entscheidungen

07.11.2005 | 11:37 Uhr |

Über Angebote beim Frühstück, Interimslösungen, Frauen in Führungspositionen und Frisuren.

Meiners: Ach, Müller, mir passt Ihre Nase nicht mehr. Ich geh’ zurück nach Berlin und ziehe mich von allen meinen Ämtern zurück. Als designierter, geschäftsführender Noch-Volontär in spe und nominierter Freiberufler vorbehaltlich diverser Gremienentscheidungen ist es mir doch völlig egal, was mit dem Tanker Macwelt passiert. Jetzt kann ich mir also meinen Praktikanten nicht mehr selbst aussuchen, sondern der Print-Flügel unseres Objekts setzt mir eine Person vor die Nase, die vom Internet-Geschäft keinen blassen Schimmer hat. Mache ich eben Platz für Jüngere, schließlich bin ich ja auch schon 34 Jahre alt. Aber keine Bange, Müller, natürlich bleibe ich Ihnen in der großen Kopulation von Internet und Zeitschrift als Vize erhalten und nehme auch meine Aufgabe im Ressort „soziale Arbeit“ wahr, wenn mich denn die Betriebsversammlung nächste Woche mit großer Mehrheit huldigt. Das verstehen Sie doch, oder?

Müller: Meiners, da zeigt sich in typischer Weise erneut ihre Sprunghaftigkeit. Sie sind doch nur sauer, weil Sie damals nicht zum Macwelt-Webmaster gewählt wurde - der zweitschönste Job nach dem des Papstes, möchte ich anfügen. Dabei habe ich Ihnen den Titel doch extra beim Frühstück angetragen. Apple will Sie auch nicht als Kanzler, nein, Geschäftsführer in Deutschland, und zuletzt haben Sie noch Kompetenzen aus dem Energieressort vehement gefordert. Aber die Funktionskontrolle der automatischen Jalousien unterliegt immer noch unserer Haustechnik, die wurde für mehr als vier Jahre dafür gewählt. Ach, Meiners, gehen Sie doch nach Berlin, hier gibt es mindestens zwei, die Ihre Nachfolge antreten wollen. Die würden belämmert schauen, wenn Sie unverrichteter Dinge wieder zurückkommen, was?

Meiners: Hören Sie, Müller: Niemand hat die Absicht, nach München zurückzukehren! Niemand! Auch nicht der blonde Edi – er war ja schließlich nie weg, oder? Genauso wie Apple Deutschland. Die sind ja auch nie aus München weggegangen, nicht ganz jedenfalls. Zumindest die Münchener Vorwahl hat die Telefonzentrale behalten. Und deswegen kommen sie auch nicht zurück, sondern ziehen einfach bloß um. Gehört Feldkirchen eigentlich zum Landkreis München?

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