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Multicore-Prozessor von Fujitsu

07.02.2005 | 17:30 Uhr |

Eigenen Aussagen zufolge arbeitet Fujitsu an einem Mehrkern-Prozessor, der zum Zwecke der Bildverarbeitung in Consumer-Elektronik sein Einsatzgebiet finden soll.

Der Prozessor, der damit in direkte Konkurrenz zu der unter anderem für denselben Einsatzzweck entwickelten Cell von Sony, Toshiba und IBM tritt soll vier 32-Bit FR-V Prozessorkerne in 90 Nanometer mit 533 MHz Takt besitzen. Da jeder Prozessorkern bis zu acht Instruktionen pro Takt ausführen kann verspricht Fujitsu eine theoretische Maximalleistung von beeindruckenden 51.2 Milliarden Operationen pro Sekunde (GOPS). Obwohl Fujitsu dem Chip zusätzlich zwei DMA-Controller spendiert hat für schnellen Speicherzugriff soll der Chip mit nur drei Watt extrem wenig Strom verbrauchen.
Der Chip soll Lösungen mit dedizierten Schaltungen ablösen, er ist nicht nur billiger, kleiner und stromsparender sondern bietet durch seine Programmierbarkeit auch mehr Flexibilität, was etwa für Updates bei der Anpassung eines sich weiterentwickelnden Standards wichtig ist.

Fujitsu zielt mit dem Chip primär auf den HDTV-Markt, die Leistung reicht für die Verarbeitung von MPEG2-Video in der "großen" HDTV-Auflösung (1920x1080) aus. Fujitsu sieht aber auch andere Einsatzgebiete, beispielsweise die medizinische Forschung, hierzu liefert Fujitsu ein entsprechendes Entwickler-Kit aus.

Wie Sony, Toshiba und IBM stellt Fujitsu nähere Details zu dem Chip auf der heute begonnenen ISSCC (International Solid-State Circuits Conference) vor. Noch in diesem Jahr sollen die ersten kommerziellen Produkte mit dem Chip auf den Markt kommen.

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