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Bei Smartphones sind Nutzerfreundlichkeit und Datensicherheit entscheidend

20.07.2009 | 15:48 Uhr |

Gemäß einer Studie in den USA haben Konsumenten feste Vorstellungen davon, welche Fähigkeiten ihre mobilen Geräte mitbringen müssen. Die funktionellen Erwartungen an Mobiltelefone sind inzwischen vielfältig.

Nach einer Studie von Data Development Worldwide ( DDW ) wollen 40 Prozent der US-amerikanischen Konsumenten möglichst viele Kommunikationsdienste von einem einzigen Mobilgerät aus nutzen. Wie aus den Umfrageergebnissen hervorgeht, werden als "All-in-One-Device" für Mobiltelefonie, E-Mail und Unterhaltungsdienste besonders Smartphones und ultraleichte Laptops, gefolgt von gewöhnlichen Laptops, GPS-Geräten sowie Netbooks bevorzugt. Die breit angelegte Studie - mehr als sechs Mio. US-Konsumenten wurden befragt - bestätigt die Annahme, dass Nutzer feste Vorstellungen davon haben, über welche Funktionen ein bestimmtes Mobil-Gerät ihrer Meinung nach verfügen sollte. Jemand, der vor hat, ein Smartphone zu kaufen, wird es beispielsweise eher nicht für Online-Banking verwenden. Genauso werden jene, die am Kauf eines ultraleichten Laptops interessiert sind, selbigen vermutlich nicht nur zum SMS-Schreiben verwenden. "Nur weil eine bestimmte Technologie am Gerät verfügbar ist, wird sie vom Konsumenten noch lange nicht als nützlich erachtet", sagt Chip Lister, geschäftsführender Direktor von DDW. "Jenes Gerät mit dem richtigen Mix an technischen Möglichkeiten, das noch dazu zu einem vertretbaren Preis angeboten wird, wird der Gewinner auf diesem Markt sein." Die Unternehmen sollten sich folglich mehr an den Bedürfnissen der Konsumenten orientieren, rät Lister.

Smartphones seien in der Tat gut geeignet, um möglichst viele mobile Kommunikationsdienste auf einem Gerät zusammenzuführen, bestätigt Martin Schmid, der sich am Institut für Information, Organisation und Management der Ludwig-Maximilians-Universität in München intensiv mit mobilen Systemen beschäftigt hat. "Handys werden immer mehr zu kleinen Computern, die vielerlei Funktionen erfüllen", sagt Schmid im Gespräch mit pressetext. Als zentrale Faktoren, um auf dem Markt erfolgreich zu reüssieren, definiert der Wissenschaftler eine nutzerfreundliche Bedienung sowie die Gewährleistung von Datensicherheit. Die Nutzerfreundlichkeit eines Mobilgeräts kann nach Schmid durch "einen übersichtlichen Bildschirm, eine logische Menüstruktur sowie eine adäquate ergonomische Beschaffenheit" erheblich verbessert werden. Auf das iPhone würden erwähnte Faktoren besonders zutreffen, urteilt Schmid, der das Smartphone von Apple als "entscheidenden Katalysator" für die zunehmende Konvergenz auf mobilen Kommunikationsgeräten sieht. Die Anbieter sollten sich die Kreativität der Nutzer mithilfe offener Schnittstellen bzw. Betriebssysteme zunehmend zu Nutze machen und sie nicht an ihre eigenen, proprietären Angebote oder Programme fesseln, so Schmid.

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