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Nokia Comes with Music bisher erfolglos

24.04.2009 | 13:55 Uhr |

Das britische Marktforschungsunternehmen Music Ally hat erstmals Zahlen zu Nokias Dienst Comes with Music für Großbritannien veröffentlicht: Erfolg sieht anders aus.

Nokia Comes with Music: In Großbritannien bisher eine Enttäuschung
Vergrößern Nokia Comes with Music: In Großbritannien bisher eine Enttäuschung

Die Experten gehen davon aus, dass der Dienst " Comes with Music " bisher nur von 23.000 Menschen genutzt wird. Diese Zahl ist verschwindend gering, obwohl Nokia einen riesigen Werbeaufwand betrieben hat. Außerdem ist Comes with Music bereits seit knapp sechs Monaten verfügbar. Der Handy-Hersteller hat diese Zahlen bisher nicht bestätigt. "Ich will nicht behaupten, dass es eine komplette Katastrophe ist. Aber es ist eine große Enttäuschung. Denn selten wurde ein digitaler Musikdienst so breit in den Massenmedien beworben", kommentiert Paul Brindley von Music Ally den Fehlstart von Comes with Music.

Nokias All-You-Can-Hear-Dienst ist ein zwölfmonatiges Abonnement, um unbegrenzt Musik auf den PC oder das Handy zu laden. Man erhält es beim Kauf bestimmter Modelle des Herstellers, wie dem Nokia 5310 XpressMusic. Millionen von Titeln stehen zur Auswahl, weil der Hersteller mit allen vier Major-Label kooperiert. Die Songs können auch nach Ablauf des Abos weiter genutzt werden, sind aber mit Digital Rights Management (DRM) versehen und nicht auf andere mobile Endgeräte übertragbar.

Brindley sieht in dieser Beschränkung einen wichtigen Grund für den verhaltenen Start des Musikabos. Denn Konkurrent Apple verkauft seine Musik über den iTunes-Store seit neuestem ohne Kopierschutz. Als weiteren Grund führt der Marktforscher das Fehlen attraktiver Handy-Modelle an. Der Verkaufsschlager Nokia 5800 XpressMusic wird in Großbritannien ausschließlich ohne Musikabo verkauft. In anderen Regionen, in denen das Touchscreen-Handy mit Comes with Music angeboten wird, ist das Paket ein großer Erfolg. Speziell in Singapur soll der Dienst für ein Wachstum des digitalen Musikmarktes um 30 Prozent verantwortlich sein.

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