HiFi-Geräte mit der besten Bild- und Tonqualität, die man für Geld kriegen kann, versprechen die Aussteller der Messe High End, die Mitte Mai in München statt fand. Auch für iPod-Besitzer waren einige interessante Neuheiten dabei. Einmal im Jahr findet im M.O.C in München die Spezialmesse High End statt, die seit 1982 interessierten Endanwendern und Fachbesuchern hochwertige HiFi-Komponenten präsentiert. Zwischen dem 17. und 20. Mai konnte die Messe wieder die wichtigsten Anbieter der HiFi-Branche zusammenrufen.
Für den iPod-Anwender gibt es mittlerweile eine stattliche Anzahl an Docking-Lösungen. Angefangen mit Yamaha, Denon, T+A, Pioneer und Sonoro gab es auf der High End auch einige kabellose Lösungen zu sehen. Soundcast ist eine komplette drahtlose Audio-Lösung, die auf einem iPod als Musikquelle basiert. Das System basiert auf einem iPod-Dock, genannt iCast, das die Musik eines iPod drahtlos an einen kleinen Empfänger sendet. Dieser kann an eine Stereoanlage angeschlossen werden und spielt die Musik des iPods ab. Auch die Steuerung des iPods ist möglich. Zu der Produktfamilie gehört auch ein Lautsprechersystem namens Speaker Cast, von dem man auch einen iPod steuern kann sowie das Outdoor-Speakersystem OutCast. Dieses runde, wie ein großer Subwoofer geformte Lautsprechersystem ist wasserdicht, kommt zehn Stunden ohne Strom aus. Ebenfalls drahtlos funktioniert das ifly-System von Greatech. Die schwarze Dockingstation Black Zun übertragt Audio und Video per Funk an einen Empfänger. Wie bei der Soundcast Lösung soll die Reichweite des 2,4 GHz Senders bei bis zu 300 Metern liegen.
Optisch ähnelt der konventionell gestaltete MC 15 von Dynaudio einem üblichen Monitor der 150-Euro-Preisklasse. Audioquellen werden über einen Cinch-Eingang angeschlossen, gedacht ist der Lautsprecher für Multimediaanwendungen oder Audio-Workstations. Für den Aktivmonitor sind allerdings pro Stück 495 Euro hinzulegen, ein optionaler Subwoofer kostet weitere 499 Euro. Geboten werden dafür zwei integrierte 50-Watt-Verstärker, Gewebehochtöner und eine in drei Stufen variierbare Eingangsempfindlichkeit. Bass, Mitten und Höhen können stufenweise angepasst werden - und nach unserem subjektivem Eindruck ein hervorragender, neutraler Klang.
Ein Art High-End-Version Hifidelio war am Stand von reson zu sehen, ein bereits seit fast einem Jahr erhältliches, aber noch relativ unbekanntes Produkt. Zu Preisen ab 1750 Euro (für das 80 GB-Modell) ist der reson rh auch nichts für den Durchschnittsanwender. Das Gerät ist zugleich hochwertiger CD-Player, Musikserver, spielt Internetradio ab, füllt den iPod mit MP3s und kann ihn auch als Musikquelle nutzen. Es bietet auch eine Aufnahmefunktion und kann CDs brennen.‚ Im Unterschied zu Hermstedts Hifidelio bekam das Gerät einen besonders hochwertigen Digital-Analog-Wandler spendiert, der überlegenen Klang garantieren soll. Die beiden Modelle mit 80 und 160 GB Kapazität sind mit leisen Notebook-Festplatten ausgestattet, die reson rh3 und rh4 verfügen dagegen über Desktop-Festplatten mit 400 und 750 GB Kapazität.
Von Reson gibt es auch einen hochwertigen iPod-Kopfhörer-Verstärker und die Lautsprechertasche iBag. Die mit 2,9 KG Gewicht recht schwere und einem Preis von 680 Euro leider auch recht kostspielige Musiktasche besteht auch einer schlanken Planentasche, die zwei Gallo Nucleus Micro-Lautsprecher, einen Verstärker und einen Akku mit acht Stunden Kapazität bietet. Ein iPod wird einfach über ein Kabel angeschlossen und bietet die Grundlage für mobilen Musikgenuss.
Heimkino ist neben Audio das Kernthema der Messe. HD-Player waren folgerichtig an vielen Ständen zu sehen, recht häufig auch Sonys Playstation 3 - Sony selbst glänzte auf der Messe dagegen mit Abwesenheit. Während in einem durchschnittlichen Saturn- oder Mediamarkt aktuell die preisliche Obergrenze bei 6000 Euro liegt, waren auf der High End auch die wirklich teuren Geräte zu sehen. Allerdings kranken die Einstiegsmodelle alle noch an einer Kinderkrankheit, dem 3:2 Pulldown. Aktuelle HD-Player haben nämlich keinen 50-Hz-Ausgang, wie in Europa üblich, sondern 1060i bei 60 Hz. Besonders bei Bewegungen sehen Europäer deshalb ein leichtes Ruckeln. Für qualitätsbewußte Kinofans, die nicht auf verbesserte Blu-ray oder HD-DVD-Player warten wollen, hat Spatz-Tech zwei Lösungen von Lumagen im Angebot. Schon etwas älter ist der Vision HDQ (für 2000 Euro) rechnet, nagelneu die 4300 Euro teure Lösung Vision Radiance.
Zwischen Audiogerät und Kopfhörer schaltet man den Kopfhörerverstärker A1 von Beyerdynamic, der für 990 Euro bessere Musikqualität garantiert. Für das Monitoring von 5.1-Ton gibt es von der gleichen Firma das Set Headzone Pro. Es besteht aus einer Basisstation mit analogem und digitalem (über Firewire) Audio-Eingang, dem Studio-Kopfhörer DT 880 Pro, dem Headzone Ril und einer Software-Anwendung. Die auf dem Bild zu sehende Mac-Software ist allerdings noch nicht freigegeben.
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