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My Space Music will iTunes angreifen

26.09.2008 | 09:45 Uhr |

Angriffe auf Apples iTunes Store gab es viele, stets ist der Online-Musikladen bislang als Sieger hervorgegangen. Nun aber macht sich einer auf, die Macht des Marktführers zu brechen: Medienmogul Rupert Murdoch startet heute MySpace Music und kann dabei auf die Unterstützung aller vier großen Musiklabels zählen. Ihnen nämlich ist die ungebrochene Vorherrschaft Apples längst ein Dorn im Auge.

Zum ersten Mal kann ein iTunes-Konkurrent auf alle vier großen Labels zählen, auf Sony BMG, Warner, Universal und - wie in letzter Sekunde bekannt gegeben- auch auf EMI. My Space Music wird - zunächst in den USA - Dateien des Online-Riesen Amazon zum Kauf anbieten, im MP3-Format und DRM-frei. Allerdings lassen sich auf der Seite des Anbieters auch alle Titel kostenlos auf den Computer streamen, wenn sie der Anwender in eine Online-Playlist lädt, die bis zu 100 Titel fasst. My Space Musik hat bereits viele Zutaten beisammen, die für das Gelingen eines so riesigen Projekts gebraucht werden: Über 120 Millionen registrierte My-Space-Anwender auf der ganzen Welt beweisen bereits jetzt Geschmack für Musik. Unabhängige Bands vermarkten ihre Musik über My Space, sechs Milliarden Songs sollen so im Monat über den Dienstleister gestreamt werden. Auch stehen potente Werbepartner hinter dem My Space Music: McDonalds sponsert das kostenlose Streaming, Toyota stellt kostenlose Downloads zur Verfügung, Sony Pictures macht mit klassischer Werbung auf sich aufmerksam. Der Zugriff aus dem Ausland ist momentan nicht möglich. In den kommenden Monaten soll der Dienst aber auch in Deutschland starten.

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