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Musik im Netz: Während Warner noch umdenkt, ist die Deutsche Grammophon schon da

29.11.2007 | 09:49 Uhr |

Der Warner-Musik-Chef Edgar Bronfmann gehörte laut Heise in der Vergangenheit zu den größten Gegnern des digitalen Musikvertriebes.

Nun hat Bronfmann in einem Gespräch auf dem GMSA Mobile Asia Congress erklärt, er wolle den Kampf gegen die Kunden beenden und MP3s, Videos und Klingeltöne online anbieten. Ausdrücklich lobt er das iPhone, das zeige, wie schnell alle Bedenken gegenüber Preisen, Bezahlformen und Markenschutz vom Tisch gefegt werden können. Während Bronfmann noch grübelt und die Mobil-Industrie vor den eigenen Fehlern warnt, hat die Deutsche Grammophon inzwischen Fakten geschaffen. Im eigenen Webshop wird Musik als Download ohne Zwangssperren und Beschränkungen in hoher Qualität mit 320 kbps als MP3s angeboten. Alben kosten in der Regel zwischen 10,99 Euro und 11,99 Euro, Einzelstücke je nach Länge ab 1,29 Euro. Ganze 42 Länder werden jetzt schon mit knapp 2400 klassischen Musikaufnahmen beglückt, darunter viele, die nicht mehr im Handel erhältlich sind. Die noch etwas unübersichtliche Seite bietet bisher lediglich die Kreditkarte als Bezahloption an, dafür bleibt der Klassikfreund von Klingeltönen verschont.

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