948724

Musikbranche erwartet sattes Plus mit Downloads

06.03.2006 | 15:22 Uhr |

Das Internet ist für die Musikindustrie zum neuen Hoffnungsträger geworden. Die Branche erwartet nun kräftige Umsatzsteigerungen durch den Absatz mit Musikdownloads.

Frank Briegmann, Deutschlandchef des Musik-Marktführers Universal Music erwartet viel vom digitalen Geschäft: „Der Online-Vertrieb wird 2006 richtig anlaufen“, erwartet er. Der Anteil am Gesamtumsatz soll mittelfristig von zuletzt fünf auf 30 Prozent anschwellen – das würde ein Versechsfachung des Absatzes bedeuten. Vor einigen Jahren schien es dabei noch, dass das Internet der Branche den Todesstoß versetzen könnte - so sahen es zumindest die Pessimisten.

Mit der zunehmenden Internet-Nutzung und den höheren Bandbreiten, die eine schnelles Herunterladen ermöglichten, tauschten die Nutzer massenhaft Musikstücke. Die „Napster-Manie“ ging um, und niemand dachte an Urheberrechte. Auf dem juristischen Weg erwirkten die Musikfirmen, dass viele Tauschbörsen geschlossen wurden. Der bekannteste Fall ist Napster . Auf dem Höhepunkt ihrer Popularität hatte die später als illegal dichtgemachte Tauschbörse bis zu 60 Millionen Nutzer. Der Austausch über das Internet hatte verheerende Auswirkungen auf die Plattenkonzerne, die Umsätze brachen zum Teil zweistellig ein. Für dieses Jahr rechnen Branchenvertreter nur noch mit einem leichten Rückgang.

0 Kommentare zu diesem Artikel
948724