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Musikindustrie nimmt Audiogalaxy aufs Korn

29.05.2002 | 12:24 Uhr |

MÜNCHEN ( COMPUTERWOCHE ) - Die RIAA (Recording Industry Association of America) hat den Online-Tauschdienst Audiogalaxy verklagt. Zwar hat Audiogalaxy bereits Maßnahmen getroffen, die Nutzer davon abhalten sollen, urheberrechtlich geschützte Musik zu tauschen. Nach Berichten von US-Medien gehen diese dem Industrieverband jedoch nicht weit genug. Der P2P-Dienst (Peer-to-Peer) biete neben der Möglichkeit, Musikdateien herunterzuladen, auch die Coverbilder verschiedener Alben und weitere Dienstleistungen an und sei damit schlimmer als Napster, argumentiert die RIAA vor dem zuständigen New Yorker Gericht.
Nachdem die mittlerweile stillgelegte Tauschbörse Napster im Jahr 2000 dazu verurteilt wurde, sicherzustellen, dass nur lizenzierte Musik getauscht werden kann, trat die RIAA mit entsprechenden Forderungen im Februar 2001 auch an Audigalaxy heran. Daraufhin wurden zwar Filter implementiert, die Suchanfragen nach einzelnen Songs mit dem Vermerk quittieren, dass das gesuchte Lied urheberrechtlich geschützt ist und nicht zum Download bereitsteht. Nutzer können jedoch den so genannten "Satellite" installieren, der P2P-Funktionen ähnlich wie die Dienste Kazaa oder Limewire zur Verfügung stellt. Darüber lassen sich beliebige urheberrechtlich geschützte Lieder tauschen. (lex)

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