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Musikindustrie setzt aufs Internet

30.03.2007 | 10:23 Uhr |

Die Umsätze mit legalen Musikdownloads steigen zwar kräftig, dennoch beklagt die Musikindustrie einen Umsatzrückgang von 2,4 Prozent.

Das Internet wird immer stärker zum Hoffnungsträger für die Musikindustrie. So stiegen die Downloadumsätze laut der deutschen Phonoverbände 2006 um 40 Prozent auf 42 Millionen Euro. Und auch der Verkauf von CDs über das Internet wird immer wichtiger. Mit 17,9 Prozent (2005: 16,8%) Umsatzanteil ist das Web zweitwichtigster Vertriebskanal hinter den Elektrofachmärkten mit 30 Prozent (2005: 30,8%). Weil der Downloadmarkt den Umsatzrückgang bei den klassischen Tonträgern noch nicht kompensieren kann, ging der Branchenumsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2,4 Prozent auf 1,706 Milliarden Euro zurück.

Hauptumsatzträger mit 85 Prozent Umsatzanteil bleibt die CD (Album + Single), gefolgt von Musikvideos mit neun Prozent. Download und Mobile erreichen zusammen fünf Prozent. „Trotz unserer Erfolge bei der Eindämmung der Internet-Piraterie blockieren die hohe Zahl illegaler Downloads und der weiter wachsende Anteil von Privatkopien nach wie vor den Turnaround", sagte Peter Zombik, Geschäftsführer der deutschen Phonoverbände am Donnerstag in Berlin.

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