949856

Musikindustrie verfolgt 2.000 Urheberrechtsklagen in Europa

05.04.2006 | 12:44 Uhr |

Die Musikindustrie verfolgt weiterhin vehement ihre Strategie, Raubkopierer vor Gericht zu zerren.

Privatkopien bleiben legal
Vergrößern Privatkopien bleiben legal

Gestern starteten die Rechteinhaber eine neue Welle von Prozessen wegen Urheberrechtsverletzungen, laut der Internation Federation of the Phonographic Industrie (IFPI) sind damit in Europa mehr als 2.000 Verfahren anhängig. Die Prozesse haben zum Ziel, Internetnutzer dafür zu belangen, urheberrechtlich geschützte Werke ohne Erlaubnis der Rechteinhaber über das Web anderen zum Download zur Verfügung gestellt zu haben. In letzter Zeit setzt die ISPI bei der Strafverfolgung neue Waffen ein: Nach gerichtlichen Anordnungen haben Provider in Frankreich bislang 100 Verdächtigen den Internetzugang gesperrt, laut IFPI haben auch dänische Gerichte beschlossen, dass eine Maßnahme wie diese rechtens ist. Um Uploader zu identifizieren, setzt die IFPI eine Suchsoftware ein, die automatisch die IP desjenigen findet, der Musik in Tauschbörsen oder auf andere Websites hochgeladen hat. Eine weitere Welle von Klagen gegen Raubkopierer hat die IFPI für den Spätsommer 2006 angekündigt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
949856