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Musikindustrie wächst dank iTunes erstmals seit 1999

28.02.2013 | 07:50 Uhr |

Erstmals seit 1999 sind die Umsätze der Musikindustrie laut des Verbandes IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) wieder gewachsen.

Verantwortlich für das erste Plus seit 13 Jahren seien vor allem die über den iTunes Store und anderen digitalen Angeboten generierten Umsätze. Der Zuwachs beträgt laut des Berichts Digital Music Report 2013 gegenüber dem Vorjahr zwar nur 0,3 Prozent, der Gesamtumsatz im Jahr 2012 stieg auf 16,5 Milliarden US-Dollar. Die digitalen Umsätze legten jedoch um neun Prozent zu und machen nun 34 Prozent des gesamten Umsatzes aus. Bezahlte Downloads sind dabei mit 70 Prozent Anteil das einträglichste Geschäftsmodell, der Rest verteilt sich hauptsächlich auf Abo-Modelle oder werbefinanzierte Streams. Digitale Angebote sind laut IFPI nun in mehr als 100 Ländern erhältlich, Anfang 2011 seien die großen Anbieter nur in 23 Ländern präsent gewesen.

"Dies ist ein hart erkämpfter Erfolg einer Industrie, die sich über ein Jahrzehnt in schweren Kämpfen neu erfunden hat," freut sich IFPI-CEO Frances Moore gegenüber dem IDG News Service. "Die Zahlen zeigen, wie sich die Musikindustrie an das Internet angepasst und wie sie gelernt hat, den Wünschen der Verbraucher nachzukommen und den digitalen Marktplatz zu monetarisieren." Die weiter verbreiteten "unfairen Angebote" illegaler oder halblegaler Angebote würden das Wachstum aber weiter bremsen, die IFPI schätzt, dass noch 32 Prozent der Internetnutzer ihre Musik aus "nicht lizenzierten Quellen" schöpfen würden.

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