Musikmesse Frankfurt
Eindrücke von der Musikmesse
2.340 Aussteller auf der Messe, aber weniger Besucher und Hallen mit einem Überangebot an Freiflächen: Das sind die Eckpunkte der Musikmesse 2010, die vom 24.- 27. März in Frankfurt stattfindet. Unser Autor hat Eindrücke gesammelt und dabei nicht nur jede Menge Macs gesichtet, sondern auch ein I-Pad.
Die Musikindustrie in Deutschland hat der Musikmesse Frankfurt zufolge ein turbulentes Jahr hinter sich: Allein die Exporte in die USA - traditionell einer der wichtigsten Absatzmärkte für deutsche Hersteller, sind 2009 um fast 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Entsprechend gesunken ist - wenn auch leicht - das Interesse der Hersteller, ihre Produkte auf der Musikmesse zu präsentieren: Nur noch 1.510 Firmen (2009: 1.541) sind nach Frankfurt gekommen. Die Ausstellungshallen sind zum Teil gähnend leer, die Freiflächen werden mit Blumen oder gar nicht gestaltet und bieten reichlich Raum zum Flanieren.
Keyboard-Legende Keith Emerson hat am Vorabend der Musikmesse in Frankfurt den mit 15.000 Euro dotierten Frankfurter Musikpreis 2010 erhalten. Emerson, mit Greg Lake und Carl Palmer Gründer der Progressive-Rock-Formation "Emerson, Lake and Palmer" erhält den Preis als "innovativer Künstler, der sowohl durch seine Musik die Grenzen des Genres durchbrochen als auch durch sein Keyboardspiel die Technik der elektronischen Tasteninstrumente entscheidend mitbeeinflusst hat", wie es in der Begründung heißt.
Anders als Keith Emerson in seinem Lebenswerk zeigt sich die Musikmess nicht sonderlich innovativ: Die Präsentation von Neuigkeiten hält sich in engen Grenzen - zumindest was den für Mac-Anwender interessanten Bereich von elektronischen Klangerzeugung und Recording angeht: Bis auf kleinere Novitäten verzichten die Hersteller offenbar auf neue Produkte. Ein paar Spannenden Neuheiten haben wir dann aber doch gefunden:
Eindrücke von der Musikmesse
Das I-Pad ist schon da – wenn auch nicht das iPad von Apple. Bei dem Gerät handelt es sich um einen kleinen, rund 60 Euro preiswerten Pad-Controller von Icon. Schade, dass es noch nicht das Original ist.
Miditemp MP33 Multiplayer – lässt sich jetzt auch über iPhone und iPad bedienen.
Jetzt können Sie den Multiplayer mit einem iPod oder iPhone bedienen!Im Preis nicht enthalten, aber dafür benötigt wird ein USB Stick bzw. eine externe USB Festplatte und ein Apple iPod Touch oder ein iPhone.
Jetzt können Sie den Multiplayer mit einem iPod oder iPhone bedienen!Im Preis nicht enthalten, aber dafür benötigt wird ein USB Stick bzw. eine externe USB Festplatte und ein Apple iPod Touch oder ein iPhone.
Ableton Live ist eine leistungsfähige und flexible Softwareumgebung zur Musikkomposition, zum Performen und zum Produzieren. Diese Software verlangt nach einem passenden Controller. Akai Professional und Ableton präsentieren den kompakten Ableton Live Performance Controller APC20. Der APC20 ändert die Arbeitsweise mit Ableton Live vom bloßen Herumschieben von Tracks am Computer in einen musikalischen Kreativprozess. Das zweite Model der APC Serie, die APC20, ist kleiner als die APC40 und ermöglicht es Musikern, ein personalisiertes Setup mit mehreren APCs, Effekt Controllern und anderen Geräten noch einfacher umzusetzen. Die APC20 ist die Verbindung zwischen Musiker und Computer und tariert perfekt analytische Parametersteuerung mit kreativer Ausdruckskraft. Elektronische Musiker; Künstler, die mit Live auf derBühne arbeiten; DJs, die mit Live Tracks mixen und Remixen sowie traditionelle Musiker, die mit Live im Studio ihre Ideen umsetzen, werden die APC20 als intuitives, leistungsfähiges Instrument zu schätzen lernen, das Inspiration direkt mit Ableton Live verknüpft.
Eigenharp Alpha sieht aus wie ein Cellohals mit Fagott-Mundstück und ein Stand-Dorn wie beim Kontrabass. Aber nichts davon stimmt: Das Gerät ist ein Synthesizer und MIDI-Controller und eine der spektakulärsten Neuigkeiten auf er Messe. Allerdings steckt nach den Worten der Entwickler aus dem englischen Devon acht Jahre Entwicklung unter der Haube. Herzstück des Instruments sind die 120 Tasten (die im Bild wie das Griffbrett eines Saiteninstruments aussehen). Die Knöpfe sind nicht nur anschlagdynamisch, sondern lassen sich in alle vier Richtungen auslösen, so dass man gleichzeitig zum Beispiel Pitch und Filter für jeden Ton unabhängig steuern kann. So was gab es noch nicht. Im Bild nicht zu sehen ist eine Art Ribbon-Controller an der Seite, der zusätzliche Modulationsmöglichkeiten bietet. Das Mundstück dient tatsächlich zum Imitieren von Blasinstrumenten, kann aber auch zur Kontrolle einzelner Parameter verwendet werden.
Eigenharp Pico, erschwinglich: Rund 450 Euro
Arturia hat die Version 2.0 seiner V-Collection angekündigt. Die Suite enthält virtuelle Nachbauten berühmter Synthesizer wie Moog Modular, Minimoog, Yamaha CS-80, Prophet V, Propeht VS, ARP-2600 und Jupiter 8. * Visuelle Soundverwaltung über die neue Sound Map?* Verbesserte Kompatibilität (vor allem AU in Digital Performer)?* Kompatibel mit "Pitch Bend Range" MIDI RPN?* Neue Presets
Das Roland Octapad SPD-30 wurde bereits auf der NAMM-Show im Januar präsentiert, steht aber noch immer nicht in den Läden. Grund genug, das Gerät auf er Musikmesse als „neu“ zu präsentieren. Das Octapad bietet 600 Percussion-Sounds aus aller Welt, 30 Multieffekte, robuste, aber druckempfindliche Pads, deren Technologie aus den Pads der V-Serie von Roland stammen sowie Loop-Funktionen zur einfachen Rhythmus-Programmierung.
Ebenfalls neu ist der Gaia SH-01-Synthesizer. Wie der Name es verrät, ist dieses Instrument eine Hommage an den SH-101, den Roland 1982 auf den Markt gebracht hat. Das besondere an ihm: Er verbirgt nichts. Die Bedienoberfläche erlaubt den direkten Zugriff auf alle Funktionen. Es gibt keine versteckten Menüs. Für Mausarm geplagte Computermusiker ist das vielleicht genau das, was sie suchen.
Noch ein sehr ungewöhnlicher (und mit 3.500 Euro auch ein ungewöhnlich teurer) MIDI-Controller ist der Karlax von der französischen Firma Da Fact.Das Gerät sieht aus wie eine Mischung von Saxophon und Trompete, bietet aber zahlreiche, sehr variable Kontrollmöglichkeiten unter anderem durch die Möglichkeit, den Karlax wie einen nassen Wischlappen um seine eigene Längsachse zu drehen und damit MIDI-Steuerbefehle zu erzeugen. Zudem erlaubt Karlax das drahtlose Spielen, weil es über Funk mit einem an den Computer angeschlossenen Funkempfänger kommuniziert.Vom dem Gerät existieren bislang nur zehn Prototypen, es soll aber noch in diesem Jahr in den Handel kommen.
Die neue Version der Mastering-Suite Wavelab von Steinberg mit der Nummer 7 wird erstmals auch auf MAC OS-X laufen. Das hat Steinberg anlässlich der Musikmesse angekündigt. Die komplett neu programmierte Version bietet Werkzeuge für professionelle Masteringaufgaben. Das neue „Workspace“ Konzept ermöglicht die schnelle und flexible Bedienung aller wichtigen WaveLab-Elemente. Zudem beinhaltet WaveLab 7 eine ganze Reihe von Analysefunktionen, die Fehler und ungewollte Störgeräusche ausfindig machen, selbst wenn sie tief im Frequenzspektrum verborgen sind. Weitere Funktionen wie die integrierte 3D-Frequenzanalyse, das Phasenkorrelations-Messgerät und die FFT Spektrum Anzeige runden das Feature-Set von WaveLab 7 ab. Eine maximale Sample-Rate von 384 kHz und die präzise Audioverarbeitung durch 32-Bit Fließkommaberechnung sorgt für hochwertige Audioqualität.





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