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Musikmesse in Frankfurt - Ein Überblick über Audio-Software für den Mac

28.03.2007 | 13:14 Uhr |

Auf der Musikmesse in Frankfurt, die heute begonnen hat, buhlen zahlreiche Hersteller um die Gunst der Anwender. Für jedes Einsatzgebiet der digitalen Produktion stehen Softwarelösungen für den Mac bereit. Wir geben einen aktuellen Überblick über Audiosoftware für Profis und solche, die es werden wollen.

Der Markt für Audiosoftware ist ein kleiner, aber für Apple sehr wichtiger Markt. Der Glanz einer erfolgreichen CD- oder Kinoproduktion strahlt auf die gesamte Mac-Plattform ab. Garageband, Apples virtuelles Tonstudio für Einsteiger, ist ein wichtiges Verkaufsargument für den Mac-Kauf.

Profi- und Heimstudio

Logic Pro 7
Vergrößern Logic Pro 7

Den Markt für professionelle Mac-Audiosoftware dominieren die Programme Logic und Cubase. Beide bieten den kompletten Funktionsumfang für Aufnahme, Komposition, Arrangement, Mischen und Mastering. Zahlreiche erfolgreiche Musiker verwenden Logic oder Cubase, wie immer wieder in Anwenderberichten zu lesen ist. So gehört etwa Brian Eno zu den bekanntesten Nutzern des 870 Euro teuren Logic Pro, aber auch die Gruppe Nine Inch Nails. Die Tradition der Software von Apple und Steinberg reicht weit in die Vergangenheit zurück, Logic und Cubase stammen von den deutschen Firmen Emagic und Steinberg. Schon in den Achtzigern waren die Audiosysteme auf dem Markt. Emagic wurde 2002 von Apple und Steinberg 2003 von Pinnacle Systems gekauft - Steinberg ging 2004 an den japanischen Mischkonzern Yamaha über, der Rennmotorräder und Konzertflügel in seinem Portfolio hat.

Bei Logic, Cubase und ihren Alternativen spricht man auch von so genannten Sequencern oder virtuellen Studios. Alle Funktionen, für die im Studio Mischpulte verwendet werden, stehen in der DAW (Digital Audio Workstation) per Software zur Verfügung und können per Tastatur und Maus bedient werden.

Eine Software – viele Aufgaben

In den Anfängen der digitalen Musikproduktion waren sie vor allem für das Einspielen von Musik über den Standard MIDI ausgelegt, dienten in der Folge auch für die Bearbeitung von Audioaufnamen. Virtuelle Instrumente erzeugen Klänge aus Nullen und Einsen, so hat etwa Logic Pro mit Drumbeat einen eigenen Drumsynthesizer integriert – das Sampeln analoger Instrumente kann entfallen.

Der letzte Arbeitsschritt der Produktion, das Mastern von Aufnahmen, etwa für das Erstellen einer CD, gehört ebenso zu den Aufgaben von Logic, Cubase und Konsorten. Gegenüber einer Einsteigerlösung wie Apples Garageband arbeiten die teuren Sequenzer mit mehr Spuren gleichzeitig: Mit Logic kann man etwa parallel Musik aufnehmen, einspielen, bearbeiten oder mit virtuellen Instrumenten ergänzen – Garageband ist beim Recording auf acht Spuren beschränkt, da genügt schon ein Drumset, um die Grenze zu erreichen.

Alternativen zu Logic und Cubase sind etwa Ableton Live, Digital Performer von MOTU oder Reason von Propellerheads.

Die Beliebtheit der einzelnen Programme lässt sich schwer abschätzen, einen guten Anhaltspunkt bietet aber die Verkaufliste eines Online-Shops wie Thomann. Die beliebtesten Sequenzerprogramme im Onlineshop von Thomann sind zur Zeit weder Logic noch Cubase, sondern die Windows-Software Samplitude und Steinbergs Nuendo, für die immerhin 1800 Euro anzulegen sind.

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