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Musikvertrieb: Apple-Streaming mit iTunes-Anbindung sinnvoll

12.05.2015 | 16:00 Uhr |

Es mehren sich die Hinweise, dass Apple bald einen neuen Streaming-Dienst á la Spotify bringen wird.

Erst vor Kurzem hatten die für gewöhnlich gut informierten Journalisten von Recode neue Details zum geplanten Apple-Dienst berichtet. Demnach wolle Apple den Neu-Nutzern den Einstieg so weit wie möglich erleichtern und mehrere kostenlose Optionen anbieten - ein kostenloses Probe-Abo, ausgesuchte, ebenfalls kostenlose Hörproben oder kuratierte Sender bei iTunes Radio.

Wir haben in der Musik-Branche nachgefragt, welche Auswirkungen ein neues Streamingangebot haben könnte und was Apple besser machen müsste als Spotify und Konsorten.

Jorin Zschiesche , der alleinige Geschäftsführer des Online-Aggregatoren Recordjet, hat uns seine Einschätzung zu der möglichen Neuerung abgegeben. Nach der Erfahrung von Recordjet haben die Streaming-Dienste an Bedeutung gewonnen: "Bei unseren Künstlern gibt es so einige, die mehr im Streaming verdienen als mit Downloads . Dass allein der Spotify-Umsatz unserer Künstler meist an zweiter Stelle hinter iTunes liegt, wobei die Zahl der Downloads immer noch steigt, sagt schon vieles aus."

Diese Sachlage bestätigt Warner Music aus den USA: Demnach hat das Label zum ersten Mal mehr mit den Streaming-Diensten als in den Download-Shops verdient . Online-Aggregatoren wie Recordjet sind eine Art digitaler Vertrieb, die für selbständige Musiker, aber auch für größere Labels die Aufnahme in diverse Medien-Shops wie iTunes oder Google Music betreuen.

Welche neuen Funktionen genau der kolportierte Streaming-Dienst von Apple bringen wird, erwartet man auch bei Recordjet mit Spannung: "Apple hat bisher mit iTunes Match und Radio andere Formen des Streamings verfolgt als Spotify, die leider nicht sonderlich erfolgreich waren. In der Kombination und einer Integration in iTunes könnte das wiederum anders aussehen", so Zschiesche.

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