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Gerüchte um Führungswechsel bei AMD verdichten sich

15.11.2007 | 10:07 Uhr

An der Wall Street mehren sich die Gerüchte, dass Hector Ruiz der nächste AMD-Manager ist, der seinen Hut nehmen muss.

Der Brachendienst "Computerwire" bezweifelt allerdings, dass Advanced Micro Devices tatsächlich in nächster Zeit einen neuen CEO bekommt. Befeuert worden seien die Gerüchte durch allerlei andere Personalien bei dem Chiphersteller wie dem Weggang von Vertriebchef Henri Richard im September; auch der Investor-Relations-Director Mike Hasse habe das Unternehmen verlassen. President und COO Dirk Meyer, von vielen als wahrscheinlichster Kandidat für die Ruiz-Nachfolge gehandelt, wurde in der vergangenen Woche in den Verwaltungsrat berufen.

Ein weiteres Problem ist der Kurs der AMD-Aktie, die gegenwärtig in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs herumdümpelt. Der Finanzanalyst Cody Acree von Stifel Nicolaus sagt, bei ungewöhnlich niedrigen Kursen tauchten häufig Fragen nach einem Topmanagement-Wechsel auf. "Auf der anderen Seite ist es offensichtlich, dass es trotz Fehlern bei AMD auch große Erfolge gegeben hat", so der Experte. "AMD ist in einer viel, viel stärkeren Position als die meiste Zeit seiner Firmengeschichte über."

Noch vor einigen Quartalen habe AMD seinen deutlich größeren Rivalen Intel in vielen Bereichen abgehängt und den Ton im Markt angegeben. "Der Unterschied jetzt ist, dass Intel aufgewacht und sehr aggressiv geworden ist", sagt Acree. AMD habe zuvor ein stärkeres Produkt nach dem anderen als Intel herausgebracht, und das sei nicht länger der Fall. "Aber das ist noch kein Grund, den Firmenchef loszuwerden", so der Analyst weiter. Er habe über eine mögliche Ablösung von Ruiz auch mehr aus den Medien als von Kunden gehört, konzediert Acree.

An der Nasdaq schloss die Aktie von AMD gestern jedenfalls bei 12,28 Dollar. Das Papier notierte damit nur wenig über dem 52-Wochen-Tief von 11,27 Dollar und weit entfernt von seinem 52-Wochen-Hoch von 23 Dollar. (tc)

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