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NAB bringt Thunderbolt-Peripherie neuen Schub

15.04.2013 | 10:37 Uhr |

Intel hat die alljährliche Messe für Videoprofis genutzt, um auch schon die nächste Generation der Thunderbolt-Schnittstelle anzukündigen.

Auf der Fachmesse der National Assiociation of Broadcasters ( NAB ) in Las Vegas war die Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle Thunderbolt ein großer Hit. Zwar wird die Schnittstelle auch zwei Jahre nach der Einführung vorwiegend nur an Apple-Computern eingesetzt, aber Anwender haben stetig zunehmenden Bedarf durch immer größere Datenmengen wie zum Beispiel HD-Videos.

Intel berichtete, an der nächsten Generation von Thunderbolt zu arbeiten und den Durchsatz von bisher 10 Gbit auf 20 Gbit pro Sekunde zu verdoppeln. Aber die NAB 2013 hat außerdem gleich jede Menge Thunderbolt-Geräte, vornehmlich zur Datenspeicherung, vorgestellt:

Blackmagic Multidock von Blackmagic Design

Blackmagic Design stellte seinen neuen Serverrack-Einschub Multidock vor, in den bis zu vier Festplatten (2,5 Zoll herkömmliche Patten oder SSD-Speicher) wie Kassetten eingesteckt und bei Bedarf bequem ausgewechselt werden können. Der Einschub bietet eine Thunderbolt-Schnittstelle zum Mac oder PC und erlaubt, die eingesteckten Platten einzeln oder als RAID-Array zu nutzen. Das Blackmagic Multidock gibt es ab Mai für zirka 600 Euro im Handel.

Echo Express III-D und III-R von Sonnet Technology

Sonnet Technology stellte zwei Peripherie-Geräte mit Thunderbolt-Schnittstelle vor, in die bis zu drei Standard-PCIe-Erweiterungskarten eingesteckt werden können. Echo Express III-D ist das Gehäuse für Desktop und Echo Express III-R ein 2U-Rackeinschub. Beide kommen ab August 2013 in den Handel und sollen knapp 1000 beziehungsweise 1200 Euro kosten.

T3 RAID und Thunderbolt Station von Caldigit

Caldigit hat ein Thunderbolt-Gehäuse T3 RAID für den Mac für bis zu drei Festplatten vorgestellt. Mit gleich zwei Thunderbolt-Schnittstellen ermöglicht das Gehäuse das Anstecken weiterer Erweiterungen. Die drei Platten können entweder einzeln angesprochen werden, oder zwei davon als Raid1 zum Spiegel-Update konfiguriert oder alle drei als eine große, schelle Festplatte über Raid0 eingesetzt werden. Caldigit plant, Versionen mit herkömmlichen Festplatten oder SSD anzubieten. Bisher stehen nur die Preise mit Platten fest: Ab Juli sollen die 6-TB-Variante für zirka 700 und die 12-TB-Version für 1200 Euro im Handel verfügbar sein.

Zusätzlich stellte Cadigit auch einen Adapter Thunderbolt Station vor, der ähnlich wie das Apples Thunderbolt-Display weitere Schnittstellen anbietet: Angeschlossen an die Thunderbolt-Schnittstelle des Macs bietet Thunderbolt Station neben einer weiteren Thunderbolt-Verbindung drei USB-3.0-Ports, eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle, HDMI und getrennte Audio Ein- und Ausgang an. Der Adapter soll ab Juli verfügbar sein und zirka 200 Euro kosten.

G-Drive Pro und G-Dock EV von G-Technology

G-Technology stellte das externe Festplattengehäuse G-Drive-Pro mit zwei Thunderbolt-Schnittstellen vor. Die Firma verspricht Zugriffsgeschwindigkeiten, die bei bis zu 450 MB pro Sekunde denen der SSD-Platten nahe kommen sollen, während die hohen Kapazitäten von herkömmlichen Festplatten verfügbar sind. Das G-Drive-Pro soll im Sommer in den Handel kommen und für 2TB oder 4TB zirka 700 beziehungsweise 850 Euro kosten.

Außerdem hat G-Technology mit G-Dock ev das erste Produkt einer neuen Speicher-Serie-Serie vorgestellt, dass mit frei einsteckbaren Modulen mit eingebauten Platten konfiguriert werden kann. Die Module können ohne den Einsteck-Einsatz als einzelne externe USB-3.0-Festplatten genutzt werden. Die Speicherlösung ist mit zwei einzelnen 1-TB-Platten vorkonfiguriert und die Idee dahinter ist, dass die Platten schnell im Einsteck-Gehäuse mit Daten aufgeladen und dann die einzelnen Module an jedem Computer mit USB-Schnittstelle eingesetzt werden können.

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