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NASA-Sonde Kepler nicht mehr im Notfallmodus

12.04.2016 | 10:56 Uhr |

Ein wichtiges Experiment der NASA kann weiter laufen: Die Sonde Kepler hat ihre Probleme überwunden.

Update, 12.4. : Die NASA hat gestern nach mehren Tagen voller vergeblicher Versuche wieder den Kontakt zu der Sonder Kepler aufbauen können. Was genau die Ursache für den zwischenzeitlichen Absturz in den Notfallmodus war, wissen die Experten noch nicht. Ebenso ist noch nicht bekannt, wie viel Treibstoff das die Sonde gekostet hat. Wenn die Analyse der von Kepler gesandten Daten ergebe, dass alle Systeme in Ordnung sein, werde man das Observatorium wieder mit seinen Forschungen fortfahren lassen, erklärt der Missionsmanager Charlie Sobeck .

Original, 11.4. : Die Sonde Kepler, die auf der Suche nach Planeten außerhalb des Sonnensystems (Exoplaneten) ist und seit 2009 auch etliche erfolgreiche Treffer vermelden konnte, droht auszufallen. Wie die NASA am Freitag meldet e, hat sich Kepler aus nicht bekannten Gründen am Freitag in den Notfallmodus geschaltet. Dabei geht die Sonde nicht mehr ihren eigentlichen Aufgaben nach und verbraucht viel Treibstoff. Die Missionskontrolle von Kepler setzt daher ihre Prioritäten darauf, aus dem Notfallmodus wieder in den Normalmodus zu gelangen.

Problem dabei: Kepler ist mittlerweile fast 120 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, ein Funksignal braucht zur Sonde und wieder zurück etwa 13 Minuten. Anders als etwa das Hubble-Teleskop bewegt sich Kepler nicht in einem erdnahen Orbit sondern wie die Erde in einer Ellipse um die Sonne. Kepler bewegt sich dabei hinter der Erde her, der Abstand wird ständig größer. Hubble, das seinerzeit ein Problem mit seinem Spiegel hatte, der in einer falschen Form geschliffen war, ließ sich unter Einsatz eines Spaceshuttles ohne Weiteres reparieren, bei Kepler müssen die Astronomen darauf hoffen, dass die Sonde die Funksignale richtig interpretiert und sich dann wieder an die Arbeit macht.

Das Teleskop der Sonde ist dabei auf eine Formation im Sternbild Schwan gerichtet, in der rund 190.000 Sterne zu sehen sind. Kepler soll seit 2009 dabei helfen, erdähnliche und potentielle habitable Planeten zu entdecken. Die Mission war ursprünglich nur auf fünf Jahre angesetzt, im Jahr 2013 waren jedoch zwei wesentliche Steuerelemente ausgefallen, infolgedessen die NASA Keplers Arbeitsauftrag anpassen musste.

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