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NSA-Affäre macht Unternehmen gegenüber Cloud-Diensten misstrauisch

31.01.2014 | 10:30 Uhr |

Nach den Enthüllungen durch Edward Snowden ist das Interesse von Unternehmen an Cloud-Diensten gesunken.

Die NSA-Affäre sorgt auch in Unternehmen für Verunsicherung darüber, ob Cloud-Systemen vertraut werden kann. Am Trend hin zu dieser Technik könne dies jedoch nach Angaben des Branchenverbands Bitkom wenig ändern. So stieg die Nutzung von Cloud-Anwendungen in Unternehmen im Jahr 2012 noch um neun Prozentpunkte, im vergangenen Jahr fiel der Anstieg mit drei Prozent geringer aus.

Die Beratungsgesellschaft KPMG kommt in einer repräsentativen Umfrage zu dem Ergebnis, dass bereits 40 Prozent der Gewerbetreibenden auf Cloud-Computing setzen. Die NSA-Affäre hätte jedoch dazu geführt, dass 31 Prozent der befragten Unternehmen ihre Sicherheitstechnik ausgebaut hätten, zurückgestellt wurden die Ambitionen in der Cloud von 13 Prozent der Firmen. Nur 11 Prozent der Teilnehmer gaben an, ihre Cloud-Aktivitäten aufgrund des Skandals komplett aufgegeben zu haben.

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Nach ihren konkreten Ängsten befragt, gaben 77 Prozent an, mit einen unerlaubten Zugriff auf sensible Daten zu rechnen. Datenverlust wird von jedem zweiten Unternehmer befürchtet. 49 Prozent der Teilnehmer gaben zudem an, dass sie ihre Haltung zur Cloud aufgrund der Ausspähaktionen verändert hätten.

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