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NSA fordert angeblich Master-Key für SSL-Verschlüsselungen

26.07.2013 | 10:17 Uhr |

Trotz Prism-Skandal fordern die US-Geheimdienste nun offenbar von Internet-Unternehmen die für SSL-Datenverbindungen notwendigen Hauptschlüssel.

Das Nachrichtenmagazin Cnet will erfahren haben , dass US-Behörden große Internet-Firmen dazu aufgefordert haben, ihre Master-Keys für verschlüsselte Verbindungen auszuhändigen. Weder Microsoft noch Google wollten gegenüber Cnet Stellung zu den Behauptungen der anonymen Quelle beziehen, eine Herausgabe der SSL-Schlüssel sei nicht vorgesehen. Facebook hat laut Cnet keine derartige Anfrage erhalten und will sich gegen derartige Forderungen nach eigenen Angaben rechtlich zur Wehr setzen. Apple hatte die Anfrage von Cnet nicht kommentiert.

Über SSL (Secure Sockets Layer) lassen sich Daten zwischen zwei Clients verschlüsselt übertragen. Die Technologie kommt beispielsweise beim Online-Banking oder in unzähligen Internet-Shops zum Einsatz. Für den Nutzer erkennbar wird SSL je nach Browser durch die Anzeige eines Schloss-Symbols.

Genau diese abhörsichere Kommunikation scheint CIA, NSA und FBI nun ein Dorn im Auge zu sein. Ob die Herausgabe der Master-Keys allerdings rechtlich durchsetzbar wäre, bleibt fraglich. Zudem landen viele Informationen trotz SSL-Verbindung unverschlüsselt auf den  Servern. Hier könnte sich für die US-Behörden also eine alternative Zugriffsmöglichkeit bieten.

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