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NSA speichert täglich 5 Milliarden Handy-Standortdaten weltweit

06.12.2013 | 05:41 Uhr |

Der US-Geheimdienst NSA speichert täglich die Standortdaten von über fünf Milliarden Handys weltweit. Das geht aus Dokumenten des NSA-Whistleblowers Edward Snowden hervor.

Die US-Zeitung The Washington Post meldet , dass der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) jeden Tag fünf Milliarden Standortdaten von Handys weltweit aufzeichnet. Das gehe aus den streng geheimen Dokumenten und Interviews mit US-Geheimdienstoffizieren hervor. Die Dokumente stammen von dem NSA-Whistleblower Edward Snowden. Denen zufolge werden in einer riesigen Datenbank die Standort-Informationen von hundert Millionen von Geräten gespeichert. Die Auswertung der Daten erlaube die umfangreiche Ausspähung der Besitzer der Geräte.

Dem Bericht zufolge habe die NSA nicht die Geräte von US-Bürgern im Visier. Quasi nebenbei würden aber auch diese Daten gesammelt. Laut einem NSA-Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden darf, aber mit Erlaubnis der NSA mit der Zeitung sprach, werden zum Sammeln der Daten die Netzwerke direkt angezapft, über die Mobilfunktelefone weltweit miteinander vernetzt werden. Hinzu kämen Daten von zig Millionen US-Amerikanern, die jährlich mit ihren Geräten ins Ausland reisen. Nach Ansicht der Geheimdienstler werden beim Sammeln der Lokalisierungsdaten die geltenden Gesetze eingehalten und dienten zum Sammeln von Informationen über ausländische Ziele.

Zwar habe die NSA nicht den Verdacht, dass die Bewegungen der überwiegenden Mehrheit der Mobilfunknutzer eine Bedeutung für die nationale Sicherheit habe. Das Sammeln der Daten für das eingesetzte Analyse-Tool "Co-Traveler" helfe aber dabei, bisher nicht bekannte Verbindungen zu Zielen aufzudecken, die im Visier der Geheimdienstler sind.

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