2217295

NSO – Diese Firma hat den letzten iOS-Hack entwickelt

26.08.2016 | 14:22 Uhr |

Mehr Informationen über die iPhone-Hacker von NSO, der Firma, die offenbar hinter der Spionage-Software Pegasus steckt.

Wahrscheinlich war es eine staatliche Behörde, die versuchte das iPhone des Menschenrechtlers Mansoor zu hacken – mit einem besonders raffinierten Überwachungstool. Programmiert wurde die dabei verwendete Software offensichtlich von einem israelischen Unternehmen namens NSO , über das Vice (und Forbes ) einige interessante Informationen gesammelt hat. Das 2009 in Israel von Omri Lavie und Shalev Hulio gegründete Unternehmen, laut Linkedin „a world leading company in the field of Cyber Security and research“ hat keine offizielle Webseite. Etwas Aufmerksamkeit erregte es aber, als Francisco Partner für 120 Millionen Dollar einen Anteil des Unternehmens erwarb – und laut Reuters den Firmenwert mit einer Milliarde beziffert. Der jährliche Umsatz hätte damals 75 Millionen betragen, für ein Startup mit 50 Angestellten ein ordentlicher Wert. Die Software ist offenbar teuer, so zahlte laut einem Bericht Panama 8 Millionen US-Dollar für 300 Pegasus-Lizenzen – nebenbei für die Überwachung von Blackberry und Android-Geräten. In den USA sei  die Firma ebenfalls Lieferant von Behörden. Auch Mexiko soll zu den Kunden gehören. Die Kenntnis über Sicherheitslücken nutzen die Gründer offenbar aber auch für die "andere Seite", das Absichern von Mobilgeräten für Regierungen. Aktiv sind NSO-Angestellte nämlich auch bei einer zweiten Sicherheitsfirma namens Kaymera , die Regierungen mit dem Produkt Kaymera 360 Grad eine Komplettlösung auf Basis „gehärteter“ Android-Smartphones anbietet.

Ist mein iPhone vom iOS-Hack betroffen?

NSO tritt offenbar nur als Software-Verkäufer auf, die Nutzung der Pegasus-Software bleibt den Kunden überlassen. So hat die Firma gegenüber Vice bereits eine erste Stellungnahme abgegeben , dass sie sich streng an Gesetze halte. Ihre Software diene dem Kampf gegen Terror und Kriminalität, und würde ausschließlich an Regierungen weitergegeben. Über die Vorfälle habe sie keine Kenntnisse und könne sie deshalb nicht bestätigen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2217295