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NYT: Apple Mitarbeiter würden eher die Arbeit verweigern als FBI helfen

18.03.2016 | 15:17 Uhr |

Am 22. März treffen sich Apple und das FBI vor Gericht wieder, wo der aktuelle Streit zwischen den beiden Parteien um die Entsperrung des beschlagnahmten iPhones des San Bernardino-Attentäters geklärt werden soll. Doch selbst wenn Apple vor Gericht verlieren sollte, bezweifelt die New York Times, dass der Wille des FBI trotzdem erfüllt wird.

Wie die New York Times vermutet, könnte sich die Entschlüsselung des sichergestellten iPhones des kalifornischen San-Bernardino-Attentäters für das FBI selbst dann als recht kompliziert herausstellen, wenn Apple am kommenden Dienstag vom Gericht zur Kooperation gezwungen wird. Demnach steht oder fällt eine erfolgreiche Entsperrung mit der Kooperationsbereitschaft der für diesen Bereich zuständigen Apple-Mitarbeiter. Sollten sich diese nämlich weigern, stehen dem FBI weitere Hürden im Weg.

 Was bisher geschah: Apple im Streit mit FBI um die iPhone-Verschlüsselung

Laut Apple würde die Entwicklung der intern genannten „GovtOS“ (Regierungs-OS) zwischen zwei und vier Wochen dauern, was von der Motivation und der Arbeitsbereitschaft der sechs bis zehn Ingenieure abhängt.  Wenn sich innerhalb dieses Entwicklerteams also ein Teil dazu entschließen sollte, die Arbeit zu verweigern, würde dies die Entwicklungsdauer auf unabsehbare Zeit verlängern.

In den letzten drei Monaten hat Apple genug Argumente in Sachen Datenschutz geliefert, die sich rebellische Mitarbeiter als Credo nehmen könnten. Von Anfang an hatte Apple den Standpunkt vertreten, dass das Programmieren einer iOS-Version ohne Sicherheitsbarrieren einen grundlegenden Widerspruch zu der Firmenphilosophie darstelle und auch eine unter Zwang entwickelte Software gegen die Firmenrechte verstieße. Manche der Mitarbeiter könnten daher wahrscheinlich der gleichen Auffassung sein und eher die Arbeit verweigern, als das FBI in dieser Angelegenheit zu unterstützen.

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